Mein Weg zum Coach und zur Gründerin: Was ich gelernt habe, das auch dir helfen kann (Teil 1)

Carolin von Soul Rebel Coaching aus Berlin hat viel gelernt auf dem Weg in die Selbständigkeit

Momentaufnahme: Heute bin ich, Carolin, Coach und Gründerin. Das ist meine Grundlage für weiteres Wachstum, sowohl als als Mensch als auch als Unternehmerin.

Was bisher geschah:

Vor zehn Jahren war ich duale Studentin in einer Bank. Vor fünf Jahren habe ich ein internationales Netzwerk koordiniert. Vor drei Jahren habe ich in einen neuen, festen Job gewechselt. Und vor drei Jahren habe ich innerlich auch unbewusst bereits gespürt, mein Weg soll ein anderer sein. Diesem Gefühl ließ ich Taten folgen. Coaching Ausbildungen, Weiterbildungen, viel Selbststudium und viel Üben folgten.

Wenn du merkst, dich reizt es, dich zu entwickeln, Altes zu verabschieden und Neues in dein Leben zu lassen, dann wird es für dich interessant sein, was ich durch meinen Veränderungsprozess und währenddessen erkannt habe.

1. Gib' dir die Erlaubnis selbst

Meine Schulzeit war geprägt von Erfolgen. Damit meine ich vor allem gute Noten und Extra-Auszeichungen. Ich habe die Abi-Rede gehalten. Ich war repräsentativ. Das duale Studium in der Tasche und damit finanziell abgesichert, hatte ich es wohl allen recht gemacht.

Der erste Dämpfer war das Studium selbst. Auf einmal flog mir nicht mehr alles so zu, vor allem weil mich Vieles gar nicht wirklich interessierte. Doch ich hielt durch, schrieb meine Bachelor-Arbeit und erhielt trotz Finanzkrise einen unbefristeten Vertrag (Hallejulia, der Glücksfall aller sicherheitsorientierten Eltern – das Kind ist sicher!), bekam ein „interessantes“ Projekt und immer mehr Verantwortung.

Nur wurde ich gleichzeitig immer unglücklicher. Ich suchte Rat bei meinen Eltern, Partner, Freunden. Und insgeheim hoffte ich, dass sie mir sagten: „Du darfst kündigen. Du darfst dir einen anderen Job suchen. Du darfst scheitern. Du darfst was ganz anderes machen.“

Das geschah nicht. Passenderweise hatte ich später bei einem Workshop eine Karte mit der Frage „ Darf ich alles wollen?“ auf meinem Platz zu liegen. Und heute weiß ich: Die Erlaubnis muss ich mir selbst geben, sonst nützt alles nichts. ICH muss es fühlen und ICH muss wissen, dass ich das alles darf.

2. Du begrenzt dich selbst oft am stärksten

Als Kind war ich jahrelang davon überzeugt, dass ich Lehrerin werde. Dann dachte ich, ich werde eine „große“ Karriere im Finanzbereich machen, denn Geld zu verdienen, schien mir der Inbegriff von Erfolg. Dann kam meine Krise, in der ich spürte, dass es genau so nicht für mich laufen wird.

Heute weiß ich, dass mich meine eigenen Überzeugungen, darüber wie ich sein sollte und welche gesellschaftlichen Ansprüche ich wohl erfüllen sollte, begrenzt haben. Ich war so sehr fixiert darauf, die vermeintlichen Erwartungen zu erfüllen, weil… Ja, wozu eigentlich?

Kurz zusammengefasst – die Erkenntnis vieler Stunden Selbstreflexion und Eigenerfahrung während Coaching-Ausbildungen: Für mich war meine Karriere, mein beruflicher Weg vor dem Coaching, Ausdruck mir Wert beizumessen, den ich mir selbst noch nicht geben konnte. Geld, eine „ansehnliche“ Karriere, immer alles nach Plan machen – das gab’ mir Bestätigung und Anerkennung von außen. Jedoch, für etwas, das gar nicht ich selbst war.

Das hat mich unfrei gemacht, weil ich mich so selbst begrenzt habe und Vieles für mich, nach dem ich mich insgeheim und leise gesehnt hatte, nicht möglich war, denn es passte nicht in mein Korsett aus Erwartungen, die ich glaubte, erfüllen zu müssen.

Heute weiß ich, dass mich meine Freunde und meine Familie wertschätzen und lieben, einfach weil ich da bin und ich ICH bin. Unabhängig davon, wie viel Geld ich habe. Unabhängig von „unvernünftigen“ Entscheidungen, die ich treffe. Unabhängig davon, was ich beruflich mache. Und ich wertschätze mich ebenso dafür. (Auch wenn das immer wieder mal herausfordernd ist.)

3. Such' dir Verbündete

Ich war nie wirklich eine Einzelkämpferin in der Schule, im Studium oder im Job. Und doch hatte ich in der Vergangenheit immer wieder Erlebnisse, die mich an der Verbindlichkeit und der Loyalität meiner Freunde oder Kollegen zweifeln ließen. So hielt ich oft unbewusst Distanz und öffnete mich nicht wirklich. Mir erschien es sicherer, lieber Pläne allein zu verwirklichen, denn zu oft, war ich enttäuscht, dass die Begeisterung für meine Ideen nicht überschwappte und ich dann sowieso allein dastehen würde.

Wann genau der Shift kam und ich merkte, dass ich mich nach Verbündeten und Verbundenheit sehnte, kann ich nicht klar terminieren. Heute betrachtet, weiß ich, dass ich mich im Verbund wohler fühle, kreativer sein kann, erfüllter bin. Wenn ich mit anderen zusammen arbeite, dann erlebe ich oft ein Gefühl von angekommen sein und Flow. Und ich weiß, dass die gemeinsamen Erfolge doppelt schön sind und die Extra-Schleifen und vermeintlichen Rückschläge weniger schmerzhaft, weil sie geteilt werden.

Wenn dich das anspricht, was ich beschreibe, dann kann es auch dich unterstützen, dir Gleichgesinnte und Verbündete zu suchen. Das kann in unterschiedlicher Intensität sein, so wie es für dich passt. Zum Beispiel:

  • Netzwerktreffen, bei denen du mit Leuten zusammenkommst, die ein ähnliches Mindset haben.
  • Erfolgteams oder Masterminds, wo Du in kleinen Gruppen regelmäßig über deinen Ideen brütest, dir Unterstützung und Tipps holst und dir Verbindlichkeit für deine eigene Arbeit schaffst.
  • Geschäftspartner, mit denen du gleiche Werte teilst und gemeinsame Visionen verwirklichen kannst.

Worin hast du dich wieder erkannt? Wie bist mit Veränderungen bisher umgegangen?

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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