Mein Weg zum Coach und zur Gründerin: Was ich gelernt habe, das auch dir helfen kann (Teil 2)

Carolin Zahns Weg in die Selbständigkeit mit Soul Rebel Coaching in Berlin

Du fällst nicht als Selbstständige vom Himmel. Gerade in einem Land wie Deutschland mit so starkem Mittelstand und einer Arbeitswelt in der Arbeitsplatzsicherheit das höchste Gut ist, scheint die Selbstständigkeit den vermeintlichen Lebenskünstlern, Träumerinnen oder Risikoliebhabern vorbehalten zu sein, oder? Diese Einstellung ist mir zumindest oft entgegengebracht worden, besonders von vielen Familienmitgliedern.

 

Obwohl wir Unternehmer in der Familie haben, hatte ich dennoch das Gefühl, das ich eigentlich einen anderen Weg, den der gewohnten Anstellung, gehen müsste, um mit dem „alles richtig gemacht“ -Prädikat belohnt zu werden. 

Im ersten Teil habe ich mit dir bereits drei Erkenntnisse aus meinen Weg zum Coach und zur Unternehmerin geteilt. Heute möchte ich dir drei weitere mitgeben.

1. Schmeiß' dich selbst ins kalte Wasser und genieße es

Ich bin ein Kind vom Land, aufgewachsen mit so vielen Seen in meiner direkten Umgebung. Wenn ich in meiner Heimat Mecklenburg bin, dann freue ich mich auf das Wasser. Meinen Weg in die Selbstständigkeit vergleiche ich mit dem Anbaden. (Falls Du das Wort nicht kennst: Anbaden, ist das erste Mal Baden im See in einem Jahr. Die Saison beginnt meist am 1. Mai 😉 )

Lass es mich einmal so beschreiben: Wenn Du also anbadest, dann weißt Du: es wird nicht das Angenehmste, denn das Wasser wird kalt sein. Vielleicht wird es auch so kalt sein, dass es schmerzt. Doch dein Fokus ist klar: Du willst schwimmen. Du willst dich frei und lebendig fühlen. Und dann gehst Du Schritt für Schritt weiter ins Wasser. Vielleicht stoppst Du noch einmal, wenn es so richtig hart wird, weil es nun auch kalt am Bauch wird– deine kuschligste und wärmste Zone. Jetzt könntest Du auch ohne große Probleme zurück zum Strand kehren, keiner wird dich auslachen. Man hätte für dich Verständnis- (muss doch auch keiner freiwillig so früh im Jahr baden…) 

Doch deine Sehnsucht nach Frische und Klarheit, nach einem neuem Lebensgefühl, ist größer. Du gehst weiter. Und dann – die große Überwindung. Woooahhhes zieht jetzt durch deine Glieder: „Ach du Scheiße, ist das kalt!“ Dein erster Impuls ist raus, raus, raus. Doch dann bist Du schon am Tauchen, Atmen, Schwimmen und Gleiten. Und dann merkst Du, wie richtig diese Entscheidung war. Du entspannst, Du weißt intuitiv ja schon alles. Schwimmen verlernst Du nicht. Alles wird klarer und stärker. Und genau dann freust Du dich schon beim Rausgehen auf das nächste Baden. Du wirst es noch mehr genießen, weil Du weißt, dass es gut für dich ist, dich über dich hinaus wachsen lässt, auch wenn es am Anfang unglaublich kalt ist.

2. Lass' dich von deiner Neugier leiten

Zugegeben, diese Erkenntnis ist mir erst letztens so bewusst geworden und ich teste sie gerade selbst. Ich bin also in der Beta-Phase.

 

Ein Vortrag von Elizabeth Gilbert, die den Weltbestseller „Eat, pray, love“ geschrieben hat, hat mir dieses Prinzip auf einem Silbertablett serviert. Oh Mensch, was war ich dafür dankbar, weil es ganz viel für mich geklärt und entwirrt hat. In “The Flight of the Hummingbird: The Curiosity-Driven Life” spricht sich die Autorin für eine Abkehr von der Prämisse „Finde deine Leidenschaft“ aus.

 

Stattdessen ermutigt sie dich, deiner Neugier zu folgen. Und damit wiederum kannst du ganz im Kleinen anfangen, ohne große Investitionen oder immense Risiken zu scheitern. Du kannst dich leiten lassen, von dem was dich interessiert und wohin dich deine Sehnsucht zieht. Nimmt das nicht unglaublich viel Druck? Also wenn Du vielleicht etwa denkst „Ich MUSS doch EINE Leidenschaft haben. Ich MUSS wissen, was das ist, damit ich auch wirklich einen erfüllenden Job finden kann“, dann ist das die Entwarnung und die Einladung zur Entspannung.

3. Du hast dich entschieden, also handle entsprechend

Eine Entscheidung zu treffen, besonders in beruflicher Hinsicht, fiel mir schwer. Ich habe lange Zeit damit verbracht, zu grübeln, wie ich alles so hinbekommen könnte, dass ich doch 100% komfortabel die Situation löse. Mein Anspruch an die perfekte Lösung meldete sich und knabberte an mir. Ich wollte am liebsten die Sicherheit und den Komfort einer Festanstellung, die Freiheit und die Kreativität einer Künstlerin und den Erfolg einer Unternehmerin. Viel, viel, viel zu viel auf einmal. 

Auch wenn ich grundsätzlich glaube, dass ich alles wollen darf und auch ermöglichen kann, galt es zu entscheiden, wonach ich mich am stärksten sehne. Heute und jetzt. Und dann dieser Sehnsucht entsprechend zu handeln. 

Meine Sehnsucht zog mich in die Selbstständigkeit. Als ich das begriff und ganz deutlich spürte, war das eine Erleichterung. 

Doch die nächsten Prüfungen, ob ich es wirklich ernst damit meinte, folgten. Immer wenn es jetzt hart und anstrengend wird, ist meine Haltung: Du hast dich entschieden. Also handle dieser Entscheidung entsprechend.

Auf diesem Weg, bin ich gerade sehr glücklich und erfüllt und das hat nichts damit zu tun, dass es jetzt einfacher und leichter als vorher wäre. Der Wissenschaftler Shawn Achor fasst es für mich in seiner SupersoulSession sehr treffend zusammen, wie es mir auf diesem Weg geht. Er sagt: Happyness is the joy you feel moving towards your full potential“. Ich entfalte mit jeder genommenen Hürde und neuen Herausforderung ein Stück mehr meines Potentials, und das zu beobachten, macht mich glücklich und stolz.


Worin hast du dich wieder erkannt? Wie bist mit Veränderungen bisher umgegangen?

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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