Willst Du mehr fühlen?

Deine Gefühle sind alle gut, weiß Steffi von Soul Rebel Coaching aus Berlin

Dieser Artikel ist für dich, wenn:

  • Du lernen möchtest, heilsamer mit dir selbst und deinen Gefühlen umzugehen //
  • Du neugierig darauf bist, welche Fragen dir das Fühlen erleichtern //
  • Du Gefühlen wenig abgewinnen kannst //
  • Du dich fragst, “wozu sind diese Gefühle eigentlich gut?” //

Als Kind hast Du dich wahrscheinlich einfach auf den Boden geschmissen, wenn dir was nicht gepasst hat oder Du hast drauf los gejubelt, wenn es Grund zur Freude gab.

 

Als Erwachsene oder Erwachsener ist das anders. Klar, beide Optionen sind möglich und denkbar, doch je älter wir werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir verkopft sind und uns weniger frei fühlen, unsere Gefühle einfach und ohne Verzögerung auszudrücken. Bevor ich (Steffi) mich auf den Boden schmeiße, denke ich 10 Mal drüber nach, um dann zum Entschluss zu kommen, dass das jetzt keine gute Idee ist. Kopf siegt über Gefühl.

Und genau hier liegt das Problem: Unterdrückte Gefühle rumoren in dir und wollen raus. Je mehr Du sie unterdrückst, desto unwohler fühlst Du dich. Der Gedanke, nur die “guten” fühlen und die “schlechten” weg drücken, geht leider nicht auf. Selektives Unterdrücken funktioniert vielleicht eine Zeit lang. Doch dann wirst Du sehr wahrscheinlich irgendwann spüren, dass Du im Allgemeinen weniger fühlst, wenn Du bestimmte Gefühle wie Trauer, Angst oder Wut wegdrückst. Du gewöhnst dir durch das Wegdrücken das Fühlen generell ab.

 

Und das Wegdrücken hat auch negative Auswirkungen auf unseren Körper: Es ist nicht lang her, da kam eine Email reingeflattert. Ich lese sie und denke mir “was für ein Sch…! Wie redet die Person eigentlich mit mir?!! Geht gar nicht!”. Knappe zwei Minuten hab ich mich ein bisschen geärgert und mir dann gesagt, “Komm, Steffi, lass mal gut sein und konzentrier dich auf was anderes.” Funktioniert hat das mittel gut, denn ich bekam starke Kopfschmerzen (die ich sonst nie habe) und einen Eindruck davon, wie sich Migräne anfühlen muss. Nicht schön.

Was ich die Ganze Zeit über nicht kapiert hatte: Ich habe meine Wut über diese Email schön weggedrückt. Und sie landete direkt in meinem Kopf. In dem Moment – es war in der U-Bahn – als ich mir eingestand, dass ich stink wütend bin, waren die Schmerzen mit einem Schlag weg. Ich hab mir erlaubt zu fluchen und zu schimpfen, hab meiner Wut Raum gegeben und sofort (!!!) waren die körperlichen Symptome weg. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber ich versichere dir, es funktioniert.

 

Doch wie geht das mit dem Fühlen eigentlich? 

 

Die folgenden 3 Fragen unterstützen dich dabei, mit deinen Gefühlen in Kontakt zu kommen

1. Welche Einstellung hast Du zu deinen Gefühlen?

Neigst Du dazu, Gefühle in gute und schlechte einzuteilen? Was denkst Du wirklich über Wut oder Traurigkeit? Wenn jemand in deiner Umgebung weint, was geht dir dann durch den Kopf? Anhand solcher Fragen kannst Du überprüfen, wie es um deine Einstellung gegenüber Gefühlen bestellt ist. Das ist wichtig, weil deine Einstellung beeinflusst, wie Du mit Gefühlen umgehst. Mit deinen eigenen und denen anderer Menschen.

 

Denkst Du beispielsweise, dass Gefühle was für Weicheier sind oder dass Wut nichts für Frauen ist oder Traurigkeit etwas für Heulsusen, dann kann es sein, dass Du dir nicht erlaubst, deine Wut zu spüren, sie dafür aber an unpassenden Stellen hoch schießt und dich selbst überrumpelt. Oder dass Du dir nicht gestattest, zu weinen und etwas Trauriges auch wirklich zu betrauern, weil Du mit Weinen Schwäche assoziierst.

 

Eine gesunde Haltung zu Gefühlen ist die Grundlage dafür, die Gefühle da sein zu lassen und sie zu fühlen.

 

Kennst Du Menschen, die eine gesunde Einstellung zu ihren Gefühlen haben? Wie könnte deine neue Einstellung zu Trauer lauten?

2. Wem gehören deine Gefühle?

Der Peter hat mir ein schlechtes Gefühl gegeben. Die Anna macht mich wütend. Hast Du schon mal beobachtet, wie häufig Menschen für die Gefühle von anderen verantwortlich gemacht werden? Es ist erstaunlich, wie viel Macht wir anderen Menschen geben, indem wir über sie sagen, sie hätten uns wütend oder traurig oder sonst was gemacht.

 

Die wichtigste Erkenntnis überhaupt für mich – und die Quintessenz von Empowerment – ist für mich die Erkenntnis, dass nichts und niemand auf dieser Welt für meine Gefühle verantwortlich ist, außer mir selbst.

 

Meine Wut, meine Angst, meine Trauer, meine Freude, meine Hoffnung, mein Block – sie alle gehören mir. Ich übernehme die volle und einzige Verantwortung für jegliche emotionale Regung, die in mir auftaucht. Kannst Du dir vorstellen, wie FREI sich das anfühlt?  Ich liebe es!

 

Freiheit wird gemeinhin ja oft im Außen gesucht: Hätte ich viel Geld, wäre ich frei. Wäre ich selbstständig, dann wäre ich frei. Hätte ich Urlaub, dann, ja dann wäre ich frei. Quatsch!! Die wirkliche Freiheit liegt darin, entscheiden zu können, ob wir etwas oder jemandem die Macht geben, über unsere Gefühle zu entscheiden.

 

Weder das Wetter, noch der Nachbar oder der Chef hat Schuld an deinen Gefühlen. Deine Gefühle entstehen in dir und sind eine Reaktion auf das, was passiert bzw. was Du darüber denkst, was passiert. Denkst Du über ein Ereignis “Wow, toll”, dann wirst Du dich vermutlich gut fühlen. Denkst Du aber “So ein A…!”, dann wirst Du dich wahrscheinlich ärgern und weniger gut fühlen. Tatsache ist aber, dass Du entscheidest, was Du denkst und wie Du dich in der Folge fühlst und Du auch entscheidest, wie lange Du dich mit ärgerlichen Gedanken und Gefühlen herum schlägst, bis Du dich entscheidest, den Fokus zu wechseln und dich damit für angenehmere Gefühle zu entscheiden. (Und nicht vergessen: zuerst das momentan vorhandene Gefühl fühlen und zulassen und sich dann für ein neues Gefühl entscheiden)

 

Keine Frage, es gibt Auslöser für Gefühle. Doch die Schuldfrage bringt uns hier nicht weiter. Indem Du die Schuld an deiner Gefühlslage dem Chef oder dem Wetter in die Schuhe schiebst, schiebst Du ihnen die Macht über deine Befindlichkeit gleich mit rüber. Behalte das Zepter bei dir, fühl die ausgelöste Wut, die Trauer und die Angst und erkenne an, dass sie dir gehören und dir eine wichtige Botschaft übermitteln wollen.

3. Was sagen dir deine Gefühle?

Jedes Gefühl hat seine Berechtigung, sonst gäbe es das Gefühl nicht. Die Einteilung unserer Gefühle in positiv und negativ hat so manches Gefühl in Verruf gebracht, wo es doch so wichtige Funktionen hat: Spürst Du Gefühle wie Wut, Trauer, Frust oder Angst ist das ein Anzeiger dafür, dass wichtige Bedürfnisse für dich nicht erfüllt sind.

 

Meine Wut wird getriggert, wenn sich Menschen mir gegenüber überheblich verhalten (so war es auch in besagter Email der Fall). In solchen Fällen wird mein Bedürfnis nach Respekt verletzt.

 

Frust kommt bei mir hoch, wenn ich nicht in meiner eigenen Dynamik arbeiten kann, sondern mich in einem fremdbestimmten System arrangiere. Dann spüre ich deutlich, dass mein Bedürfnis nach Selbstbestimmung grade unerfüllt ist. Sobald ich das und den damit verbundenen Frust anerkenne, dass er da ist, verliert an Kraft.

 

Gefühle sind umso heftiger, je weniger Raum wir ihnen geben und je mehr wir sie weg haben wollen. Oft genügt ein gedankliches “da ist Wut in mir” oder “da ist grad richtig viel Frust”, um die inneren Wogen zu glätten und aus dieser Klarheit heraus weitere Schritte zu gehen, anstatt aus einer emotionalen Übersprungshandlung heraus.

 

Hier eine Reihe von Bedürfnissen, die erfüllt oder unerfüllt sein können, wenn sich bestimmte Gefühle bei dir zeigen: Freiraum, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Bewegung, Balance, Schlaf, Authentizität, Entwicklung, Kreativität, Wachstum, Unbeschwertheit, Sicherheit, Übersicht, Klarheit, Anerkennung, Feedback, Offenheit, Liebe, Nähe, Zugehörigkeit, Entspannung, Spaß, Feiern, Harmonie, Sinn…

 

Welche deiner Bedürfnisse sind unerfüllt und mittels welcher Gefühle schicken sie dir diese Botschaft?


Wie denkst Du jetzt über Gefühle?

War was Neues für dich dabei oder bekamst Du bereits vorhandenes Wissen bestätigt?

Was unterstützt dich dabei, mit deinen Gefühlen umzugehen? Wir freuen uns auf deine Geschichte, als Kommentar, Email oder Nachricht via Facebook!

Wir lieben Austausch und gemeinsames Wachsen.

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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