3 Aspekte wie deine Beziehung erwachsen wird

Carolin von Soul Rebel Coaching weiß, was eine Beziehung zu einer reifen Beziehung macht

Hätte ich (Carolin) die Überschrift ein wenig anders gewählt, dann hätte sich im folgenden Text, geschrieben in Single-Hauptstadt Deutschlands, auch eine Beschreibung befinden können, was du tun kannst, damit du auf jeden Fall in eine Beziehung kommst. Das hätte vielleicht auch richtig viele Menschen interessiert.

Doch dafür bin ich nicht die Richtige. Dazu bin ich schon zu lange mit meinem Partner zusammen und wir waren Teenies, als wir ein Paar wurden. Meine Erfahrungen im Daten und Beziehungsanfängen, sind also die einer 18-Jährigen  

Manchmal habe ich die neu entstehenden Beziehungen ein wenig sehnsüchtig betrachtet, neben all den Verwirrungen und Unwägbarkeiten, die es am Anfang gibt. Denn das erste Aufgeregtsein ist schon recht lang her bei mir. Und gleichzeitig stelle ich heute dankbar fest, dass langjährige Partnerschaften etwas Besonderes sind. Ich erkenne an, dass darin viel Arbeit steckt, Investitionen in den jeweils anderen und das Gemeinsame. Es erfordert, dass beide reifen müssen, innerlich. Immer wieder neu zueinander bekennen und positionieren. Heute bezeichne ich meine Partnerschaft als erwachsen. Als reifer und ein Stück weiser. Und das ist sie, unabhängig davon, dass wir neben einem Paar mittlerweile auch Eltern sind.

 

Wenn ich meine Beziehung heute betrachte, dann sag ich dazu: sie ist erwachsen. Und diese drei Aspekte verbinde ich mit einer erwachsenen Beziehung (wobei die Liste nicht abschließend ist

1. Die Beziehung ermöglicht beiden Raum zum Wachsen

In erwachsenen Beziehungen ist beiden Partnern eigene Entwicklung möglich, ohne dass sie sich voneinander entfernen.

Nur wenn beide Partner sich gegenseitig zugestehen sich entwickeln zu dürfen, Neues lernen zu können, Ungewohntes zu erleben und sich auszuprobieren in neuen Gebieten und mit neuen Interessen, ist auch die Entwicklung der Partnerschaft als Ganzes möglich. Für meinen Partner war es etwa eine Riesenumstellung, dass ich von meinem festangestellten Bankjob in die Selbstständigkeit wechseln wollte. Coaching-Ausbildung mit vielen Selbsterfahrungen inbegriffen.

Da merkte ich, die eigene Entwicklung und Transformation muss auch erst einmal vom Partner oder der Partnerin verstanden und nachvollzogen werden muss. Lässt Du in eigenen Veränderungsprozessen deinen Partner außen vor oder sperrt er sich selbst aus, kann eine Kluft entstehen und die Missverständnisse werden wahrscheinlicher. Also öffne dich, erzähle von deinen neuen Erkenntnissen, von Büchern, die du gelesen hast oder neuen Leuten, die du getroffen hast. Bau’ bewusst die Brücke zu deinem Partner, indem er die Chance hat in deine Gedanken- und Erfahrungswelt einzutauchen.

Voraussetzung für jeweils eigenes und so auch gemeinsames Wachstum, sind deshalb wahres Interesse am anderen, Kommunikation. Und Vertrauen in die Verbindung zueinander, die Veränderungen und Entwicklungen in einer Partnerschaft ermöglicht und sichert.

Damit einher geht auch, dass beide Partner offen bleiben, um im Gegenüber neue Facetten zu entdecken und in das bestehende Bild zu integrieren. Bei mir war es tatsächlich die neue Seite, der Selbstständigen, die nicht mehr zwangsläufig die sichere Bank in der Partnerschaft ist, die von meinem Freund anerkennt, gesehen und gewertschätzt werden wollte.

Bei anderen ist es vielleicht eine künstlerische oder stärker zukunftsorientierte Seite, die im Lauf der Zeit deutlicher zum Tragen kommt und Teil des Bildes, das man vom Partner hat, werden will.

2. Konflikte sind Teil und nicht Ende einer Partnerschaft - Der Umgang mit ihnen ist entscheidend

Dieser Punkt ist eine richtig, mühsam erarbeite Erkenntnis für mich persönlich gewesen. Sowohl in der Familie, als auch in Freundschaften war ich Auseinandersetzungen nicht gewohnt. Konflikte waren in meinem Kopf als beziehungs-zerstörend abgespeichert. Also vermied ich sie, was das Zeug hielt. Denn meine Beziehungen wollte ich ja erhalten.

Das Resultat: kam es doch zum Streit, war das dramatisch. Und das in erster Linie, in meinem innern. Ich malte mir nicht selten die negativsten Konsequenzen aus, was nach dem Streit oder nach der Auseinandersetzung nicht mehr wäre, bis hin zum kompletten Aus.

Das es nie so weit kam und ich unbewusst auch damals schon eine vertrauensvolle Basis spürte, stärkte eine neue Überzeugung in mir. Nämlich die, das Konflikte da sein dürfen und in Beziehungen für Klarheit sorgen.

Heute begegne ich meinem Partner außerdem viel mehr auf Augenhöhe in Konflikten. Ich verkrieche mich nicht mehr hinter meiner Angst vor unrealistischen und unwahrscheinlichen Konsequenzen. Vielmehr nehme ich mich und meine Bedürfnisse genauso ernst wie seine. Und Bedürfnisse und Gefühle, die in einem Konflikt eigentlich gehört werden wollen, sind ein Schlüssel zu einem wertschätzenden Umgang miteinander. Im wahrsten Sinne lohnt es sich da, mit dem Herzen zu hören. Was ist mein Bedürfnis? Welches Gefühl steckt dahinter? Und genauso: Welches Bedürfnis hat mein Partner? Und welches Gefühl verbindet er damit?

Durch Konzentration auf genau das, ist das Abdriften in den Drama-Modus unwahrscheinlicher, weil beide auf das Wesentliche konzentriert sind und mit diesem Fokus einander zuhören.

3. Du achtest die Grenzen deines Partners und deine eigenen

Uiii, dieser Punkt ist einer, den ich tatsächlich erst in den letzten 2 bis 3 Jahren so wirklich gelernt habe und immer weiter ausbaue.

Mein früheres Bild einer Beziehung sah mehr aus wie eine verschmolzene Masse. Das heutige Bild zeichnet dagegen zwei Menschen, die sich berühren, über die Hände verbunden sind. Eine Einheit, die zwei Individuen erkennbar bleiben lässt. Jedes Individuum har Raum und gemeinsame Berührungspunkte zugleich.

Wenn Du jedoch den Anspruch an einen gemeinsame Masse hast, dann weißt Du nicht, wo Du beginnst und aufhörst. Welche der Sorgen, Befürchtungen, schmerzhafter Erfahrungen, positiver Wünsche und Sehnsüchte sind deine? Und welche sind eigentlich die deines Partners?  Damit lädst Du dir mehr auf, als Du vielleicht tragen kannst. Und andersherum.

Mittlerweile achte ich darauf, meine Grenzen klarer und unmissverständlicher zu kommunizieren. Was will ich und was will ich nicht? Was ist mir wichtig? Das kann meinen persönlichen Freiraum betreffen, Vorstellungen an die gemeinsame Zukunft und Werte, die nicht verletzt werden dürfen.
Genauso herausfordernd fand ich auch, die Grenzen meines Partners zu akzeptieren, und zwar immer dann wenn ich zu sehr von mir ausging, anstatt ihm seinen anderen Blick auf die Dinge und die Welt, seinen anderen Erfahrungsschatz zuzugestehen

Das waren meine (ersten) drei Aspekte, die für mich eine erwachsene Beziehung ausmachen. Und wie ist das jetzt mit dem Aufgeregtsein in so einer “erwachsenen Beziehung” ? Das ist eingetauscht in ein anderes Kribbeln. Das Kribbeln wahrer Verbundenheit. Auch schön.


Was macht deine Beziehung erwachsen?

Notiere alles, was in deiner Beziehung bereits gut läuft und was du anerkennen kannst?

Was ist heute anders und besser als zu Beginn eurer Beziehung?

Was habt ihr gemeinsam in eurer Beziehung gelernt?

Welche der drei oben genannten Aspekte dürfen sich auch in deiner Beziehung widerspiegeln und vergrößern?

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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