Was Soul Rebel Coaching kann – und was nicht

Soul Rebel Coaching kann viel, aber nicht alles. Mehr Selbstbewusstsein geht auf jeden Fall
Es gibt unzählige Coaching-Ansätze und unzählige Menschen, die sich Coach nennen. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt und so kommt es, dass jede und jeder, der als Coach tätig werden möchte, dies auch tun kann. Für Verwirrung sorgt das auf Seiten derer, die sich Unterstützung durch einen Coach wünschen: Das Angebot ist schlicht unüberschaubar groß.

“Du brauchst keine Coachingausbildung, wenn Du als Coach arbeiten willst.” hatte ihr jemand gesagt.

Es ist wirklich erstaunlich, welche kuriosen Annahmen sich um Coaching ranken. Vermutlich, weil der Begriff einfach riesig aufgeblasen ist und wird – auch von vielen Coaches selbst. Und weil schlicht die Interpretationsmöglichkeiten unendlich sind. Viele glauben zu wissen, was ein Coach ist. Doch kaum jemand kennt sich wirklich aus.

“Du brauchst keinen Coach. Schau’ dir einfach ein paar Youtube-Motivationsvideos an.” Noch so ein Satz, bei dem sich mir die Fußnägel aufstellen. Und ein klares Indiz dafür, dass dieser Mensch, der ihn ausgesprochen hat, offensichtlich eine völlig andere Vorstellung davon hat, was Coaching bedeutet.

Anlass genug, mal etwas genauer hin zu schauen. Und weil wir nicht wissen, wie genau unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten und machen und tun, beziehe ich mich hier auf das, was ich weiß: nämlich wie wir, also Soul Rebel Coaching, das mit dem Coaching Hand haben. Das ist auch für all diejenigen interessant, die selbst mit dem Gedanken an ein Coaching spielen oder beim nächsten Spieleabend richtig gut informiert mitreden wollen. In diesem Sinne: Ohren gespitzt.

Soul Rebel Coaching kann Raum geben

In seinem Grundsetting läuft Coaching bei Soul Rebel Coaching 1:1 ab: Eine KlientIn und ein Coach. (ich verwende jetzt hier mal aus Gründen der Einfachheit durchgehend die weibliche Form) Die Klientin und ihr Anliegen stehen im Mittelpunkt des Coachings. Sie und ihr Anliegen bekommen Raum.

Was bedeutet Raum bekommen bzw. geben?

Raum bekommt man, wenn einem ein Mensch die Möglichkeit gibt, sich im Gespräch auszudrücken und mitzuteilen. Und das Gegenüber – also der Coach – hört aufmerksam zu. Die Klientin wird nicht unterbrochen, es sei denn, es ist gesprächsführungstechnisch im Sinne der Zielführung wirklich nötig. Sie bekommt den Raum, einfach alles mitzuteilen, von dem sie denkt, dass es gerade wichtig ist. Es geht hier also nicht um den Coach, sondern die Klientin.

In einem Gespräch mit einem Freund sieht das womöglich anders aus: Da fängt man an zu erzählen, was einen gerade beschäftigt und dann grätscht der Freund rein und meint “Ach ja, das kenne ich von mir auch. Bei mir war das damals so und so…..bliblablub” und schon wurde der Raum abgegraben vom Gegenüber. Man hatte gar nicht die Chance das eigene Thema tief zu besprechen, weil der Freund anfängt, von sich zu erzählen.

Raum geben ist eine Kunst für sich und fußt im Wesentlichen darauf, dass sich einer von zweien im Gespräch selbst zurücknimmt und dem anderen somit eine Bühne zur Verfügung stellt, auf der sie zeigen darf, was grade los ist bei ihr. Das wiederum ermöglicht, dass man sich traut, sich zu öffnen und anstatt über das Wetter, die Dinge zu besprechen, die einen wirklich wirklich umtreiben.

Soul Rebel Coaching kann Raum halten

Raum halten, bitte was?!

Ja, zugegeben, Raum halten klingt komisch und mutet vielleicht esoterisch oder spirituell an. Aber weit gefehlt. Es mutet vielleicht so an, weil es so selten ist und somit nicht so viele Menschen damit in Kontakt kommen, wie es sich anfühlt, wenn jemand den Raum für einen hält.

Raum halten zu können, erfordert nämlich zum einen, dass man jemandem überhaupt den Raum gegeben hat (siehe Punkt 1) und dann demjenigen erlaubt, dass er da rein geben darf, was auch immer sich zeigen will. Also alle Gefühle, alle Gedanken, alle Sorgen, Ängste etc. Auch wenn’s vermeintlich “hässlich” ist. Kommt das Gegenüber damit klar, nimmt also all das wertungsfrei an, ohne zu hyperventilieren, die Augen zu verdrehen, in Panik zu geraten, weg zu laufen oder zu lachen, schnell von sich selbst zu sprechen, um von dem von ihm als unangenehm Empfundenen abzulenken, dann hat man es sehr wahrscheinlich mit einem Menschen zu tun, die Raum halten kann.

Die Fähigkeit des Coaches besteht dann darin, dass er/sie keine Angst vor großen Gefühlen hat, vor Wut etwa oder vor Angst oder Trauer, die beim Klienten hoch kommt, und dass er/sie all diese Gefühle nicht negativ bewertet, sondern einfach da sein lässt. Und dabei innerlich nicht einknickt – im Sinne von selbst Angst bekommen oder im übertragenen Sinne weg zu laufen.

Raum zu halten, erfordert Kraft und inneres gesammelt sein. Und es fußt auf einer menschenfreundlichen Grundhaltung, die besagt, dass nichts zu hässlich oder angsteinflößend ist, um es nicht zu zeigen.

Soul Rebel Coaching kann Haltung

Haltung zu können – eine wichtige Angelegenheit. Was ich von einer meiner Ausbilderinnen in der Coachingausbildung gelernt habe, ist im Grunde so einfach wie schwierig: Jede Methode kann man zum Guten wie zum Schlechten verwenden. Es kommt auf die Haltung derjenigen an, die sie anwendet.

Boom.

Das ist so ähnlich wie mit Steinen. Man kann damit Dinge bauen oder sie werfen. Der springende Punkt ist die Haltung derjenigen, die sie in die Hände bekommt.

Das bedeutet im Klartext für uns als Soul Rebel Coaching nicht nur, dass wir nicht mit Steinen werfen, auch wenn der Name das anmutet, sondern dass wir mit einer – sagen wir – erbaulichen Haltung ran gehen. Wir nutzen also bestimmte Methoden in unseren Coachings und Workshops und diese fußen auf Haltungen. Auf einem bestimmten Menschenbild, auf einer Haltung zu Veränderungen, zu was auch immer.

Wenn in mir unbewusst die Haltung schlummert, dass Veränderung für die Tonne ist und am besten alles immer so bleibt, wie es ist, dann wird es schwer werden, KlientInnen zur Veränderung zu führen. Da können meine Tools noch so toll sein, das wird früher oder später nach hinten los gehen. Oder wenn ich heimlich denke, dass der oder die KlientIn gar nicht geht etc. Das wäre eine ungünstige Haltung, um den- oder diejenige zu begleiten.

Selbstreflexion lautet also das Stichwort. Und sich immer wieder bewusst zu machen: Was tue ich hier eigentlich? Und welche Haltung versteckt sich dahinter?

 

Soul Rebel Coaching kann Methoden

Endlich, hier sind sie, die Methoden. Man könnte meinen, Coaching, “ach Du, da lernst Du so ein paar Tools, gell, und dann coachst Du da die Menschen und dann strahlen die und alles is super.”

Nein, das ist es nicht.

Die Methoden kommen hier zum Schluss, nicht weil sie unwichtig sind, das nicht. Sie sind ja unsere Werkzeuge. Aber wenn die Werkzeuge nicht in einem sicheren Raum angewandt werden und nicht in Kombination mit einer förderlichen Haltung von Seiten des Coaches, dann – um ganz ehrlich zu sein – kannst Du dir dein Geld sparen. Dann schau dir in der Tat lieber ein paar Youtube-Videos an, da hast Du dann wahrscheinlich an der Stelle wirklich den besseren Coach.

Methoden zu beherrschen und da auch eine Bandbreite zur Verfügung zu haben, ist super und unabdingbar. Aber es sind meiner Meinung nach nicht die Kernpunkte, wenn man so nahe an und mit Menschen arbeitet, wie es im Coaching der Fall ist.

Das wichtigste Tool eines Coaches überhaupt ist in meinen Augen, das Gegenüber in seinem und ihrem Potenzial zu sehen. Vielleicht ist der- oder diejenige grad in einer schwierigen Situation. Aber nur wenn ich sehen kann, dass in diesem Menschen mehr steckt und an ihn glaube, dass er oder sie das entfalten kann, zeigt sich ein Weg, den die Klient_in beschreiten kann, wenn sie das will. Schaut dir ein Coach vor die Nase und sieht nur, was er/sie sieht und stülpt dir seine Annahmen über, ist aber unfähig das unsichtbar Sichtbare in dir zu sehen, dann such weiter. Wenn Du dich gesehen und verstanden fühlst, dann bist Du richtig. Den Rest erledigen dann die Tools 😉

Und zu guter letzt: Soul Rebel Coaching kann nicht

Wir können und wollen niemandem die Arbeit an sich selbst abnehmen. Gut ist das.

Wir können Veränderungen bei Klient_innen nicht erzwingen. Zum Glück.

Wir können nicht für unsere KlientInnen handeln. Das darf jede_r selbst.

Und wir können noch viel, viel mehr nicht. Tuba spielen zum Beispiel. Oder Mundharmonika.

Aber wenn es um Coaching geht, dann bist Du bei uns in guten Händen 😉


Hast Du bereits Erfahrungen mit Coaching gemacht?              Wie war es?                                                                                      Was hast Du vermisst, was hättest Du dir anders gewünscht?

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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