3 Beispiele dafür, was Coaching NICHT ist (und was stattdessen)

Coaching für Frauen in Berlin
Coaching hörst Du irgendwie an jeder Ecke. Tummelst Du dich auf FB, Instagram, YouTube und co. begegnen dir haufenweise Coaches. Ich, Carolin, bin davon immer ein wenig irritiert. Denn Vieles, was sich unter #persönlichkeitsentwicklung abspielt, ist für mich fragwürdig.
Fragwürdig, weil sich mir manchmal einfach nicht das Ziel der Absender erschließt. Wollen Sie einfach ihre Gedanken teilen, helfen, unterstützen? Oder sind es Coaches, die ihre Expertise und Haltung zum Ausdruck bringen wollen. Alles legitim, nur im Social-Media-Dickicht auch manchmal verwirrend.

Was ist denn Coaching überhaupt in einer Social Media World?

Da nennen sich  manche in ihren Profilen Coaches (alles erlaubt, kein geschützter Begriff) und haben oft gar kein Coaching- so wie wir es verstehen- im Angebot.

Auch das ist in Ordnung. Gleichzeitig glaube ich, dass genau so, oft der Eindruck entsteht, Vieles, was auf den Social Media Kanälen passiert, wäre schon Coaching oder könnte es ersetzen.

Hier schwingen wir Soul Rebel mal die Fahne und setzen uns für eine genaue Betrachtung des Coaching-Begriffes ein.

 

Denn es ist wichtig, zu unterscheiden: Das was wir auf der Social Media Bühne sehen sind Ausdrucksformen und Kanäle für die eigenen Gedanken. Es sind Impulse und Inspiration, die konsumiert werden können oder nicht. Das ist ist kein Coaching. Ja, es kann deine Persönlichkeit positiv beeinflussen, Anstöße für Veränderungen geben. Doch, es ist kein Coaching.

 

Das andere, was nicht die Masse sieht, sondern nur einem kleinen Kreis von wenigen, mindestens zwei Menschen zugänglich ist. Das, was zwischen Mensch und Mensch passiert, wo Menschen sich begegnen, gesehen, gespiegelt und individuell gewertschätzt werden. Das, bei dem Gefühle und Gedanken anvertraut werden und verantwortungsbewusst mit ihnen umgegangen wird. Das, wobei es ein wahres Gegenüber und einen Zeugen für dich und deine Aussagen, Ziele und Veränderungen gibt. Das, wo dir Zeit und Raum gegeben wird für deine Entfaltung. Das, was nicht durch hochswipen schnell errungen ist, sondern in einem längeren Prozess mit Wellenbewegungen zum Ergebnis führt. Das ist Coaching.

 

Indem Du viel konsumierst, bist Du nicht automatisch im Coaching Prozess. Und umgekehrt, in dem Du vielen deine Gedanken teilst, Übungen beschreibst usw., coachst du noch keine Personen. Das macht dich nicht zum Coach.

 

Eine kleine Anmerkung: Ich bin fest davon überzeugt dass viele Menschen mit ihrer Arbeit und ihren Botschaften und Beiträgen auf sämtlichen Social Media Kanälen eine positive Absicht verfolgen. Mir ist es einfach wichtig, trennschärfer zu sein und vor allem auch für die Follower, die Betrachter und Lesenden, die Taschenlampe ins Dunkel zu werfen.

 

Also, los gehts. Hier 3 Dinge, die nicht Coaching sind

1. Inspirierende Sprüche auf Bildern sind kein Coaching

Rund um den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung hat sich in den letzten Jahren etabliert mit inspirierenden Sprüchen auf Bildern, Leute zu Veränderung zu inspirieren.Eine nette Geste, um die Gedanken neu auszurichten.

Du, die diese Bilder mit Sprüchen siehst, dir möchte ich sagen:

Das ist kein Coaching.  Jemand, dessen Profil sich durch solche Bilder bildet, ist eine inspirierende Person und ja, kann auch ein Coach sein, der dir Intentionen mitgeben möchte und seine Haltung verdeutlichen möchte.

Doch diese Person ist nicht auch automatisch ein Coach. Weil inspirierende Bilder mit Sprüchen allein, ihn oder sie eben nicht zu einem Coach machen..

2. Ein motivierendes YouTube Video - Nein, kein Coaching

Ich liebe es mir tolle Persönlichkeiten mit spannenden Geschichten in Vorträgen auf YouTube anzusuchauen. Du auch? Oprah’s Supersoul Sessions zum Beispiel sind abwechslungsreich und fesselnd.

Haben mich tolle Clips schon mal zu eigenen Veränderungen motiviert? Durchaus. Blieben die Botschaften im Gedächtnis. Oft. War das nicht auch irgendwie ein Coaching? Nope. Sorry.

 

Du, die auch so gern diese motivierenden und inspirierenden YouTube Clips schaust, dir möchte ich sagen:

Ja, Videos von guten tollen, weisen Personen können dir viel bringen. Wissen und neue Anreize zu Perspektivwechseln.

 

Doch ein YouTube Clip reagiert nicht auf dich. Du bleibst Konsument. Ein YouTube Clip kann immer nur Anstöße geben und sieht und hört nicht, was du daraus machst. Das ist auch in Ordnung, wenn Du dich genau nach so etwas sehnst.

 

Doch sitzt der Wunsch nach Veränderung tiefer, dann bietet dir ein Coaching eine Reflextionsfläche, der Coach ist dein Spiegel. Unerlässlich, um neue Perspektiven tatsächlich zu erkennen und anzunehmen.

Ein YouTube Video denkt sich in nicht in deine Lage hinein. Ein Coach schon. Und sie ist gleichzeitig fähig dazu sich abzugrenzen und dir genau dadurch, neue Perspektiven und wahres Wachsen zu ermöglichen. Coaching braucht ein Gegenüber. Coaching braucht jemanden, der Zeuge ist von deinen Veränderungen. Coaching ist individuell.

3. Online Kurse und Webinare - Sorryyy, auch kein Coaching

Ich steh’ auf Weiterbildung seitdem ich aus der Schule raus bin. Immer daran interessiert, neues Wissen aufzusaugen. Und in Sachen #Persönlichkeitsentwicklung ist so einiges auf dem Markt, was Du aufsaugen könntest. Online-Akademien, Membership-Sites mit regelmäßig neuen Kurs-Inhalten. Webinare.

Immer aufbereitet, vorgetragen und präsentiert von “Coaches”, die dich weiter bringen wollen.

 

Du, die diese Online-Kurse und Webinare sieht und bearbeitet, möchte ich sagen:

Dein Gegenüber im Bildschirm wird Coach genannt (und hat dies oft auch wirklich gelernt – kein Kollegenbashing). Doch das macht den Kurs und das Webinar nicht automatisch zum Coaching.

Du bearbeitest Übungen, Du hörst gut zu, Du reflektierst, Du stellst dich den Fragen zu dir selbst- gute Fragen. Fragen, die tiefgehen können. Doch was machst Du damit? Drei Wochen nach Beginn des Kurses ist die erste Hochphase vorbei und Du bist vielleicht sogar enttäuscht, weil “Du es irgendwie nicht so recht hinbekommst” und dich fragst, ob Du wohl was falsch machst.

 

Nein, machst Du nicht. Es ist viel schwerer auf diese Art und Weise innere Veränderungen zu bewirken. Wieder gibt es kein wahres Gegenüber, das dich hört. Dein Bildschirm-Gegenüber lächelt, doch es sieht dich nicht.

Deshalb sind Online-Kurse und co. kein Coaching.

 

Denn Coaching bietet dir mit deinem Coach einen Zeugen. Einen Zeugen für Dinge, die Du loslassen willst und für die Dinge, die Du in dein Leben holen willst. Einen Zeugen für Veränderungen, Erfolge. Du kriegst Platz und Raum für dich, kannst ihn füllen, mit dem was jetzt für dich dran und wichtig ist. Du kriegst auch verdammt gute Fragen gestellt, doch diesmal weißt Du, dass dein Gegenüber verantwortungsvoll und mit positiver Haltung für dich damit umgehen kann. Das ist Coaching.

Es ist alles kein Coaching und hat trotzdem seine Berechtigung

Was mir wichtig ist: Ja, alles was ich oben beschrieben habe, ist kein Coaching. Und es ersetzt für mich auch kein Coaching (wie übrigens auch analoge Massenveranstaltungen von Coaches und Ratgeber-Bücher kein Coaching ersetzen). Und dennoch hat es seine Berechtigung.

 

Diese Kanäle ermöglichen dir Anstöße für Veränderungen, öffnen dich für neue Perspektiven, lassen dich wissen, wie andere denken und was in bestimmten Situationen sinnvolle Übungen sein könnten.

Anstöße. Impulse. Anregungen. Dein Nährboden, auf dem Coaching – so wie wir es verstehen und leben- wird dadurch sozusagen gedüngt.

 

Nachhaltige Veränderungen wirklich zu vollziehen, ist eine große Herausforderung, die du in vielen Fällen viel, viel besser und mit Nachhall meistern kannst, wenn Du ich in einen Coaching-Prozess begibst. Denn dort ist ein wirkliches Gegenüber, dass dich bei Rückschlägen hält, bei Erfolgen mitfeiert und anerkennt, und dir immer wieder Neues aufzeigt und Weiterentwicklung ermöglicht. Veränderung geht nicht über Nacht. Auch nicht nach einem inspirierenden Tag. Veränderung, die lange wirkt und trägt, ist ein Prozess. Das passiert dann wiederum im Coaching, aber das hast Du jetzt glaub ich verstanden 


Was denkst Du über Coaching?

Alles Liebe, Carolin und Steffi



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