“Ich habe gelernt, trotz der Angst zu handeln” – VIAMIE-Gründerin Solveig Erlat im Sichtbarkeitsinterview

Trotz Angst selbstbewusst handeln. Soul Rebel Coaching aus Berlin macht es möglich

Dass Solveig Teil unseres Netzwerks und Freundeskreises ist, ist einfach eine Bereicherung: Und Solveig wäre nicht Solveig, wenn die ehemalige DJane 2017 nicht nur das Online-Magazin VIAMIE gegründet hätte, sondern auch Basenfasten-Retreats organisiert, eine Coaching-Ausbildung absolviert und als Online-Marketing-Managerin arbeitet. Eine Powerfrau, die sehr interessante Dinge zu Sichtbarkeit zu sagen hat. Viel Freude mit diesem offenen und inspirierenden Interview!

Liebe Solveig, bitte stell' dich vor: Wer bist Du und was machst Du?

Ich finde die Frage „Wer bin ich?“ wirklich schwierig zu beantworten, da ich mich in ständigem Wandel befinde. Auf tiefster Ebene jedoch würde ich mich wie Pierre Teilhard de Chardin als ein spirituelles Wesen/eine Seele definieren, die eine menschliche Erfahrung macht – wie jeder andere Mensch auch. 😉

Die meisten erwarten auf diese Frage jedoch eher eine Antwort auf die zweite Frage: „Was machst du?“. Also dann: Ich arbeite als freie Online-Marketing-Managerin und absolviere gerade eine Coaching-Ausbildung. Daneben betreibe ich das Online-Magazin VIAMIE, welches sich mit Themen wie Achtsamkeit, Coaching, Empowerment, Ernährung, Gesundheit, Kreativität, Meditation, Nachhaltigkeit, Spiritualität und Yoga befasst. Darüber hinaus veranstalte ich noch Yoga-Coaching-Basenfasten-Retreats.

Grundsätzlich bin ich – typisch Scannerin – ein Mensch, der die Abwechslung liebt. So habe ich in meinem Leben schon als Redakteurin, PR- & Event-Managerin, Booking-Agent, DJane und Werbetexterin gearbeitet und eine Schauspielausbildung sowie ein Philosophie- und Psychologiestudium ausprobiert. Die Vielfältigkeit meiner Tätigkeiten ist mir sehr wichtig, ebenso wie die Möglichkeit, ständig Neues zu lernen, zu wachsen und mit Menschen zusammen zu sein, die lieben wollen – sich selbst, das Leben, die Umwelt und andere Menschen.

Was bedeutet Sichtbarkeit für dich?

Sichtbarkeit bedeutet für mich in erster Linie auch für andere die zu sein, die ich im Augenblick bin – meine Gefühle und Gedanken so nach außen zu tragen, wie sie sind. Sichtbarkeit hat also für mich viel mit Kongruenz und Authentizität zu tun, wobei ich das Wort Authentizität nicht nur überstrapaziert finde, sondern auch glaube, dass es häufig missverstanden wird. Authentisch WIRKEN Menschen, deren Körpersprache mit ihren Worten übereinstimmt. Das kann man üben und hat auch viel mit Selbstvertrauen zu tun, heißt aber nicht unbedingt, dass diese Menschen nicht gerade etwas ganz anderes denken oder fühlen, als sie vorgeben.



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Welche Rolle spielt Sichtbarkeit für dich persönlich und beruflich?

Sowohl beruflich als auch privat spielt Sichtbarkeit eine große Rolle für mich. Mit meiner Tätigkeit als Online-Marketing-Managerin helfe ich Menschen und Unternehmen dabei, im Internet sichtbar(er) zu sein. Das ist natürlich auch für mein Online-Magazin VIAMIE wichtig. Denn je sichtbarer das Magazin ist, desto mehr Menschen können die wunderbaren Botschaften, die meine Gast-AutorInnen und ich haben, erreichen. Für meine geplante Tätigkeit als Empowerment-Coach wird Sichtbarkeit wohl eine noch größere Rolle spielen, denn bei einer so persönlichen Tätigkeit wie dem Coaching ist es wichtig, dass sich die Klienten bereits im Voraus ein sehr genaues Bild von mir machen können.

 

Aber auch auf persönlicher Ebene ist Sichtbarkeit ein großes Thema für mich. Als Kind habe ich aus dem Verhalten meiner Eltern den Schluss gezogen, dass ich die meiste Zeit nicht erwünscht bin und möglichst unsichtbar sein sollte. Das hat dazu geführt, dass ich praktisch alles mit mir alleine ausgemacht habe.

 

Auch heute ertappe ich mich noch oft dabei, dass ich selbst Personen, die mir sehr nahe stehen, erst etwas von mir erzähle, wenn ich es bereits für mich selbst „ausgearbeitet“ habe. Dabei konnte ich bereits feststellen, wie wertvoll Sichtbarkeit sein kann: Ich hatte knapp 15 Jahre Bulimie, ohne dass jemand davon wusste. Wie wohl jeder Suchtkranke bestätigen kann, war das Zugeben meiner Krankheit gegenüber anderen Personen der erste wichtige Schritt zur Heilung.

 

Woran erkennst Du, dass Du sichtbar bist?

Im persönlichen Umgang erkenne ich es daran, dass sich echte Nähe einstellt. Wenn ich mich öffne, öffnet sich auch mein Gegenüber. Meistens geht das mit einer Entspannung bei mir selbst und dem anderen einher. Auf der Gefühlsebene fühle ich mich frei und gleichzeitig verbunden.

Selbstbewusst und strahlend - Solveig in Berlin

Was macht es mit dir, wenn Du sichtbar bist?

Meistens geht dem „Sichtbarmachen“ bei mir Angst voraus. Angst vor Ablehnung, Angst, verletzlich zu sein bzw. verletzt zu werden. Wie in vielen anderen Situationen auch, habe ich inzwischen gelernt, trotz der Angst zu handeln – und wurde praktisch immer durch das gute Gefühl belohnt, handlungsfähig zu sein. Das hat mein Selbstvertrauen unheimlich gestärkt.

Meistens wurde ich zudem durch sehr positives Feedback anderer Menschen belohnt. Mir fällt gerade nur ein Fall ein, bei dem ich online negative Kommentare auf ein entsprechendes Posting erhalten habe. Die Kommentare hatten jedoch – auch wenn sie mich im ersten Moment getroffen haben – offensichtlich mehr mit der Frustration der Kommentierer zu tun, als mit meinem Posting, sodass ich daran gut lernen konnte, mit negativem Feedback umzugehen.

Was war bisher deine größte Sichtbarkeitsherausforderung?

In meiner Zeit als DJane hatte ich einmal ein Booking in Holland an Silvester vor 2.000 Leuten – viel mehr als ich bis dahin gewohnt war.

Wie hast Du sie gemeistert?

Irgendwie 😉 Mit Alkohol. „Augen zu“ und durch.





Was würdest Du von heute aus gesehen, diesbezüglich anders machen?

Generell würde ich große Auftritte viel besser vorbereiten. In diesem speziellen Fall war es allerdings so, dass ich nie eine gute Technikerin beim Auflegen war – um ehrlich zu sein: ich war grottig – und meine Stärke lag darin, aktuelle Stimmungen musikalisch einzufangen und zu kanalisieren. Eine Vorbereitung hätte mir daher nur bedingt geholfen bzw. mich wahrscheinlich nicht besser gemacht.

Was ich aus heutiger Sicht jedoch in jedem Fall anders gemacht hätte, sind meine Selbstgespräche. Ich erinnere mich daran, dass ich mich vorher, währenddessen und danach selbst unfassbar schlecht gemacht habe. Heute würde ich mir sagen, dass ich es verdient habe, dort zu stehen, auch wenn meine Technik scheiße ist, denn sonst wäre ich nicht dort. Dass ich mein Bestes gebe. Dass ich schon stolz auf mich sein kann, dass ich das überhaupt tue. Und dass viele Menschen – vielleicht sogar alle -, die das erste Mal vor so vielen Leuten stehen, „versagen“ bzw. nicht besonders gut sind. Den Alkohol lasse ich übrigens schon seit Jahren komplett weg 😉

Was hast Du durch die Herausforderung gelernt?

Dass das Schlimmste nur in meinem Kopf passiert.

Welchen Tipp hast Du für unsere Leser_innen, wenn es um die eigene Sichtbarkeit geht?

Angst ist die Wächterin deiner schönsten Belohnungen. Schau’ ihr direkt in die Augen und sie wird weichen.

Welche Sichtbarkeitsherausforderung steht bei dir demnächst an? Und wie hast Du vor sie zu meistern?

Bei meinem Basenfasten-Retreat im April 2018 gebe ich meinen ersten Coaching-Workshop. Um diesen zu meistern, bereite ich ihn gut vor, übe ihn einmal mit einer Rhetorik-Trainerin und einmal mit Übungs-Teilnehmer_innen. Und ganz besonders wichtig: Ich achte auf positive Selbstgespräche!

Liebe Solveig, danke, dass Du dabei warst!


Was denkst Du über Sichtbarkeit?

 Was hält dich davon ab, dich zu zeigen und wie meisterst Du Sichtbarkeitsherausforderungen?




Steffi Jungbauer und Carolin Zahn als Soul Rebel Coaching in Berlin

Hej, wir sind Steffi und Caro. Unser Antrieb ist es, dich dazu zu inspirieren, deine persönliche Version eines mutigen, starken und echten Lebens zu gestalten, das dir und deinen eigenen Regeln entspricht.

Mit Soul Rebel Coaching schaffen wir ein Angebot, jenseits von Tschakka-Tschakka und Höher-Schneller-Weiter-Ansprüchen: Professionelles Coaching, Workshops mit Aha-Effekten, ein nachhaltiges Netzwerk und ehrliche Inspiration.



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