Das Bunte in dir. Oder: Lass die Kreativität raus

Das Bunte in dir. Oder: Lass die Kreativität raus

Ein Soul Rebel ist kreativ. Ein Soul Rebel verspürt den Drang, sich auszudrücken. Ein Soul Rebel will Dinge gestalten.

Jetzt muss ein Soul Rebel nicht zwangsläufig ein/e Künstler_in sein. Kreativ sein, sich ausdrücken und Dinge gestalten, kannst Du im Grunde in jedem Metier, in jeder Berufsbranche. Das kreativ sein meint also eine innere Haltung und ist nicht daran gekoppelt, ob Du danach ein selbst gebackenes Brot, ein Bild oder ein Unternehmen in den Händen hältst. Der Wunsch, zu gestalten und kreativ zu sein, geht mit der Fähigkeit einher, zu agieren, anstatt nur zu reagieren. Das nach außen zu bringen, was dich bewegt und umtreibt, anstatt das abwehren meinen zu müssen, was von außen auf dich einprasselt.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch von Haus aus kreativ ist, also ein/e Gestalter_in. Doch nur allzu oft verlernen und vergessen wir diese Haltung uns selbst gegenüber. Dann reihen wir uns ein in eine Riege gut geölter und funktionierender Bienchen, die fleißig das tun, was ihnen gesagt wird, ohne groß drüber nachzudenken, ob das überhaupt im eigenen Sinne ist.

Mit diesem Beitrag will ich, Steffi, dich an die bunte, kreative Seite in dir erinnern. Die Seite, die gestalten will und die insgesheim weiß, dass sie etwas zu GEBEN hat, anstatt sich aus einem Mangel heraus, verkrampft darauf zu fokussieren, was es zu HOLEN gibt. Eine Einladung zu einem Perspektivwechsel.

Wir alle sind bis oben hin voll gepackt mit tollen Fähigkeiten, Stärken, Eigenheiten und Geschichten, die für andere Menschen einen echten Mehrwert bieten. Schatzkisten könnte man das auch nennen. Je besser Du über deine persönliche Schatzkiste Bescheid weißt, desto größer wird sehr wahrscheinlich dein Drang werden, das, was in der Schatzkiste ist, auch einzusetzen.

“Ich will wissen, was in mir steckt, was ich gut kann. Und ich will für etwas stehen, etwas bewegen.”

Das Anliegen einer meiner Klientinnen war klar auf den Punkt formuliert. Die Ahnung, dass da etwas Wertvolles in ihr steckt, war da. Nur, was ist es genau? Was hat sie zu geben? – darauf wünschte sie sich Antworten.

Ich glaube, es gibt zwei Arten durch’s Leben zu gehen: Eine, bei der man versucht, möglichst ungeschoren durch zu kommen, mit möglichst wenig Macken und Dellen und eine, bei der man den Kopf hin hält, Macken und Dellen in Kauf nimmt, weil man schlicht und ergreifend Lust auf die Erfahrung an sich hat. Letztere Variante halte ich dann auch für die kreativere, die lebenshungrigere.

Wenn Du erkannt hast, was in dir steckt und wie wertvoll das alles ist, dann macht das frei. Weil die Meinungen der anderen sehr viel weniger bis gar nicht mehr zählen. Du definierst, wer Du bist, niemand kennt dich so gut, wie Du dich selbst. Dann fängst Du an, deine eigenen Regeln aufzustellen. Der Soul Rebel in dir erwacht.

Die eigene Kreativität (wieder) zu beleben, ist ein Prozess. Und wer hat davon mehr Ahnung, als Julia Cameron, die mit “Der Weg des Künstlers” ein Werk geschaffen hat, das fast schon grundsätzlich von mindestens einer Person empfohlen wird, wenn es um Kreativität geht.

“Kreativität stellt die natürliche Lebensordnung dar. Leben ist Energie: reine schöpferische Energie.” (S. 25)

Es ist an dieser Stelle egal, ob Du malen willst oder generell ein kreativeres Leben kreieren willst, die Übung, die ich dir gleich vorstellen werde, bahnt dir den Weg dort hin.

“Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität” ist ein 12-Wochen-Programm mit zahlreichen praktischen Übungen. Es bringt dich mit deinen Blockaden in Kontakt, mit den Verletzungen, die durch ruppige Kunstlehrer_innen oder unbedachte Kommentare durch Eltern etc. entstanden sind und durch die sich deine kreative Ader verschlossen hat.

Die eigene Kreativität ist laut Julia Cameron immer da gewesen und immer da. Sie will lediglich wieder aktiviert werden und ist damit weder Veranlagung noch den Künstler_innen vorbehalten, wie es verallgemeinert oft angenommen wird.

Caro und ich haben unsere Kreativität zu einem großen Teil durch Soul Rebel Coaching und die Entscheidung für’s Unternehmertum entdeckt. Wir sind permanent gefordert, zu gestalten und Dinge zu erschaffen. Sei es ein Blogartikel oder ein Workshop oder schlicht Arbeitsabläufe zu strukturieren. Das kreative und künstlerische daran ist vor allem an die innere Haltung geknüpft: “Wir können und wollen etwas Eigenes gestalten und wir geben uns selbst das Go dafür.”

In diesem Sinne meint Kreativität, die eigenen Träume ernst zu nehmen und zu verwirklichen, also zu kreieren. Kreativität bedeutet etwas real werden lassen, das bis dahin “nur” in deinem Kopf war. Eine Idee zu manifestieren.

Ich lade dich ein, diesen Prozess in Gang zu setzen, dich und deine Träume ernst zu nehmen und damit anzufangen, sie in die Tat umzusetzen, wie auch immer sie geartet sind. Vielleicht willst Du deine Wohnung umgestalten oder träumst vom Singen, geh es an 😉

Eine Übung aus der “Weg des Künstlers”, die dich dabei unterstützt, deine ersten Schritte zu tun, geht so:[/vc_column_text]

Detektivarbeit

“Viele blockierte Menschen sind eigentlich sehr kraftvolle und kreative Persönlichkeiten, denen man Schuldgefühle ob ihrer eigenen Stärken und Gaben eingeimpft hat. (…) Weil ihr Talent ihnen Schuldgefühle verursacht, stellen sie ihr Licht unter den Scheffel, um andere ja nicht zu verletzen. Stattdessen schaden sie sich selbst. Mit ein wenig Spürhundarbeit kommen wir dem Menschen, den wir im Stich gelassen haben, wieder auf die Spur – uns selbst.” (S. 130)

Gönn dir 45 ungestörte Minuten für dich, nimm Schreibzeug zur Hand, mach des dir gemütlich und vervollständige die folgenden Sätze spontan. Es könnten dabei sehr starke Gefühle hoch kommen, so Julia Cameron, weil Du Erinnerungen, die gut weg gepackt sind, dir ins Gedächtnis rufst. Sich selbst und vor allem den vernachlässigten Teilen in uns auf die Spur zu kommen, kann schmerzhaft sein. Das darf so sein und hat eine heilende Wirkung.

Zurück zu den Fragen:

  1. Mein Lieblingsspielzeug als Kind war…
  2. Mein Lieblingsspiel als Kind war…
  3. Mein Lieblingsfilm als Kind war…
  4. Ich tue das nicht sehr oft, aber es macht mir Spaß, zu…
  5. Wenn ich ein wenig lockerer sein könnte, würde ich…
  6. Wenn es nicht zu spät wäre, würde ich…
  7. Mein Lieblingsinstrument ist…
  8. Die Geldsumme, die ich jeden Monat zu meiner Unterhaltung ausgebe, beträgt…
  9. Wenn ich nicht zu geizig mit meinem Künstler/meiner Künstlerin wäre, würde ich ihm/ihr … kaufen.
  10. Insgeheim macht es mir Spaß, … zu lesen.
  11. Meine Eltern denken, Künstler sind…

Wie war’s für dich, die Fragen zu beantworten? Und wie steht es um dich und deine Kreativität? Woran merkst Du, dass Du kreativ bist?

Lange Zeit war ich völlig blind dafür, wie gern ich als Kind Dinge verkauft habe 😀 Ich liebte es, auf Flomärkten Sachen zu Geld zu machen und hab mit Leidenschaft und großer Ernsthaftigkeit “Laden gespielt”, hab die Auslage gestaltet und mir mit 7, 8 Jahren überlegt, wie man Dinge an den Mann/die Frau bringt. Die Anlage und Affinität zum eigenen Unternehmen war also schon immer da 😉

Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Alles Liebe

Carolin und Steffi

 

Foto: Heather Schwartz/ unsplash.com

Hast Du Lust auf Netzwerken und Impulse zum Thema Kreativität?

Unsere liebe Freundin und Textberaterin Ann-Christin Schmitt von Frau Schmitt schreibt veranstaltet am 15. März 2018 in Berlin den Netzwerkabend “Creative Impulse” im jugglehub Coworking, Christburger Straße 23, 10405 Berlin, 18 bis 21 Uhr.

Soul Rebel Coaching ist mit einem Vortrag zum Thema “Kreativ im Duo” dabei. Wir freuen uns, dich dort zu treffen!

Anmeldung HIER und alle Infos auf Facebook.

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2 thoughts on “Das Bunte in dir. Oder: Lass die Kreativität raus

  1. Liebe Steffi, liebe Caro!

    Danke für den schönen Artikel! Ich lese gerne eure Blogtexte, aber es freut mich besonders, dass ihr das Thema Kreativität auch hier hereinholt. Denn kreativ kann man überall sein! Sei es bei künstlerischen Tätigkeiten, beim Schreiben, bei kleinen und großen Problemlösungen, im Denken, bei Erfindungen,… Ich glaube auch, dass in jedem Menschen Kreativität grundsätzlich vorhanden ist und gefördert bzw. trainiert werden kann. Je mehr ich mir erlaube „out of the box“ zu denken und Denkergebnisse umzusetzen, desto besser wird es mir zukünftig gelingen.

    Aber das sagt sich jetzt so einfach. 😉 Als Kind immer am Malen, Figuren erfinden oder Rollenspiele spielen (z.B. „Schule“ :D) habe ich später ein theoretisches Studium gewählt. Alles, was ich künstlerisch geschaffen habe musste außerdem für irgendetwas sein. Bis ich ganz aufgehört habe und mein Wohlbefinden darunter gelitten hat. Die Wiederentdeckung meiner „Schaffens-Kraft“ (u.a. mit Julia Camerons “Der Weg des Künstlers”) hat dann in einem Blog gemündet und ich möchte die Erfahrungen nicht missen. 😉 Jetzt probiere ich mich in der Vielfalt. Auch wenn meine Kreativität zum Ausdruck zu bringen nach wie vor Mut erfordert! Dazu gefällt mir der Satz von Elizabeth Gilbert aus “Big Magic”:

    “What is creative living? Any life that is driven more strongly by curiosity than by fear.”

    Viele liebe Grüße,
    Sophie

    1. Liebe Sophie,

      danke für deinen Kommentar und die anerkennenden Worte! Wir freuen uns, dass dir der Artikel gefallen hat!
      Neugier ist so wertvoll, die Erfahrung machen wir auch immer wieder. Die Angst da sein lassen und trotzdem weiter machen, sich nicht aufhalten lassen.

      Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und kreative Kraft,
      liebe Grüße
      Steffi

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