Nein – 4 Buchstaben für klare Grenzen und Fokus

Nein sagen und sich klar abgrenzen

„Nein“-sagen. Das fiel mir, Caro, lange Zeit schwer und ist auch jetzt immer wieder herausfordernd.

In unseren Coaching haben wir festgestellt, dass auch unsere KlientInnen an verschiedenen Stellen immer wieder, damit hadern „Nein“ zu sagen. Zeit also, dem einmal genauer auf den Grund zu gehen.

Nein – Wieso ist das eigentlich oft so schwer?

 Ein „Nein“ lässt dich Position beziehen. Willst Du etwas oder eben nicht? Tust Du etwas oder eben nicht?Mit einer klaren Stellungen, wirst Du leichter und schneller einzuordnen und damit auch angreifbarer. Angreifbar zu sein, kann verunsichern und Angst machen.

 

„Nein“ grenzt dich ab
Ein „Nein“ empfinden viele manchmal als riskant. Denn unbewusst befürchtest Du vielleicht, mit einem “Nein”, ungewollt eine Mauer zu ziehen. Du setzt Grenzen und befürchtest etwa, Kontakt zu verlieren zu den Leuten, mit denen Du doch ein gutes Verhältnis haben möchtest. Das Grundbedürfnis nach Verbundenheit und Zugehörigkeit könnte gefährdet sein.

„Nein“ lässt dich Wahlmöglichkeiten ausschlagen

Mit einem “Nein” entscheidest Du dich gegen etwas. Diese Möglichkeit oder Alternative steht dann nicht mehr zu Verfügung. Oder Du befürchtest, die Entscheidung nur schlecht revidieren zu können. Gerade heute in unserer Multioptionsgesellschaft ist das ein harter und zunehmend ungewohnter Schritt. Du könntest also etwas bereuen.

 

Fällt dir Etwas auf? „Nein“ vermeidest Du nicht, weil Du irgendwie doof bist oder unfähig diese vier Buchstaben zu sprechen, sondern Du verfolgst damit positive Absichten: Du möchtest dich schützen. Schützen vor Ablehnung, Konflikten oder davor, etwas Tolles zu verpassen bzw. auszuschließen. Das ist verständlich.



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NEIN SAGEN UND KLARE GRENZEN




Warum Du dennoch „Nein“ sagen darfst und solltest

Die Krux ist: Die positive Absicht, dich vor negativen Erfahrungen zu schützen, beschränkt dich leider auch neue, positive Erfahrungen zu sammeln. Denn wie so oft, ist es auch beim „Nein“ so: Dort wo  die Risiken liegen, warten auch die größten Chancen.

Lass mich dazu die Punkte von oben noch einmal aufgreifen und aus einem anderem Blickwinkel betrachten:

„Nein“ motiviert dich, dir über deine Bedürfnisse und Werte klar zu werden

Stellung beziehen, setzt voraus, dass Du weißt, wofür es sich überhaupt aus deiner persönlichen Sicht lohnt, Stellung zu beziehen. „Nein“ wird damit zum Ausdruck deiner persönlichen Bedürfnisse und deiner Wünsche. Und diese haben volle Berechtigung. Dich darin zu üben, dafür einzustehen, macht dich sicherer, selbstbewusster und stärker.

Mit so einem bewussten werte- und bedürfnisorientierten „Nein” übernimmst du langfristig immer mehr Verantwortung für dich und dein Leben.

 

Aber kein Stress: Und Du darfst dich dabei im „Nein“- sagen ausprobieren. Es erfordert nicht immer die langwierigen Denkschleifen, Du kannst dich üben, deine Werte und Bedürfnisse klarer zu bezeichnen. Das Hineinhören in deinen Bauch, ist meist ein super Indikator und erster Schritt um zu erspüren, in welche Richtung es gehen sollte. Deuten die ersten Impulse deines Bauchgefühls auf ein „Nein“, kannst Du dem vertrauen.

 

„Nein“ schärft dein Profil

Ein “Nein” grenzt dich ab. Und eben das hat einen großen Vorteil! Es macht dein Profil schärfer. Damit ist klar, wofür du stehst und wofür du nicht stehst. Du wirst greifbarer für andere.

 

Machst Du dich mit deiner Meinung, deinem Bedürfnis nach einem „Nein“ sichtbar, erfordert es Mut. Einen Schritt raus wagen. Genau das ermöglicht dir, die Erfahrung zu machen, dass Du dein Profil schärfen kannst und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft bleiben kannst. Die Befürchtungen treffen meist nicht ein. Nur dies kannst Du leider nur feststellen, in dem Du dich traust, altbekannte Wege zu verlassen und neue Pfade zu betreten.

 

Wenn Du lernst, ein “Nein” genauso zu deinem sprachlichen und persönlichen Repertoire zu zählen wie ein “Ja”, dann wird es dir auch viel einfacher fallen, ein “Nein” von anderen nicht persönlich gegen dich, sondern als selbstverantwortlichen und gestalterischen Akt zu werten. Und auch das macht das Zusammenleben und -arbeiten entspannter, denn es wird normaler „Nein“ zu sagen, zu akzeptieren und weiterhin miteinander in Kontakt und Verbindung zu sein.

 

„Nein“ macht dich freier

Die Befürchtung, Wahlmöglichkeiten ausschlagen zu müssen und eventuell etwas dir auch Wichtiges zu verpassen, ist eng verknüpft mir der großen Chance, Freiheit zu gewinnen. Denn „Nein“ entlastet deinen Wust an Aufgaben, sonstigen Belastungen und emotionalen Ballast, die dich und deinen Kopf voll machen. Indem Du dir erlaubst, dich gegen Etwas zu entscheiden, gewinnst Du an Fokus und Klarheit, weil der Weg freier wird.

Und zu Etwas „Nein“ zu sagen, kann zudem auch zeitlich bedingt sein. Eine Option kann jetzt einfach nicht passen, aber generell wichtig bleiben und daher später mit einem „ja“ wieder in dein Leben kommen.

Wenn Du dich mit “Nein” gegen etwas entschieden hast, heißt das gleichzeitig auch, dass Du dich für etwas anderes (z.B. für dich und dein Wohlbefinden) entschieden hast.

 

Zusammenfassend: “Nein“ unterstützt dich, selbstverantwortlicher zu leben. Du zeigst Kante und stehst für dich und deine Bedürfnisse ein, indem Du Grenzen setzt und an Fokus gewinnst. Dadurch machst Du die wertvolle Erfahrung, selbst aktiv mitzugestalten, was in deinem Leben passiert.



Zu was würdest Du gern “Nein” sagen?

Alles Liebe, Carolin und Steffi




Hej, wir sind Steffi und Caro. Unser Antrieb ist es, dich dazu zu inspirieren, deine persönliche Version eines mutigen, starken und echten Lebens zu gestalten, das dir und deinen eigenen Regeln entspricht.

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