Wie Du Selbstführung in Sachen Geld übernimmst

Wie Glaubenssätze unseren Umgang mit Geld prägen. Oder: Spar' dir das.

Über Geld spricht man nicht. Geld ist schmutzig. Geld stinkt. Geld verdirbt den Charakter.

Sehr viele Menschen streben danach, doch Geld hat keinen guten Ruf. Schade eigentlich, denn Geld macht vieles möglich, was Spaß und Freude bringen kann. Ich, Steffi, mag Geld, weil es mir das Reisen ermöglicht, weil ich es gegen leckeres Essen tauschen kann, weil es meine Miete bezahlt und ich dafür Kleidung bekomme, wenn ich sie brauche. Geld schafft Chancen und Möglichkeiten.

Wie Du Selbstführung in Sachen Geld übernimmst mit Soul Rebel Coaching in Berlin

Geld darf in meinen Augen Spaß machen, Geld darf man auf eine gesunde Art wollen.

Meine Beziehung zu Geld – und ich denke, das trifft auf die Mehrheit alles Menschen zu – ist geprägt durch meine Familie und die Art, wie darin mit Geld umgegangen wurde, welche Glaubenssätze darüber in Umlauf und somit in meinen Kopf gebracht wurden.

Geld, so hatte ich gelernt, ist etwas, worauf man aufpassen muss. Man verprasst es nicht leichtsinnig oder gibt es gar einfach so in Großen Mengen aus. Nein, Geld ist in erster Linie zum Sparen da und sparen ist gut. Geld hebt man besser auf, legt es auf’s Sparbuch, dort ist es sicher. Ein Risiko eingehen in Sachen Geld?! Bloß nicht, es ist doch wertvoll, es könnte verloren gehen. Will man etwas kaufen, überlegt man es sich gut, denn es kostet schließlich Geld.

So in etwa sah meine Programmierung rund um’s Geld aus. Das bedeutet nicht, dass ich aus einer geizigen Familie komme. Im Gegenteil, sie ist in vielerlei Hinsicht sogar sehr großzügig, wenn es um das Verschenken von Geld innerhalb der Familie geht. Und gleichzeitig ist der Glaubenssatz “Geld ist zum Sparen da” tief verwurzelt.

An sich ist das weder gut noch schlecht. Es ist eine Art über Geld zu denken. Spannend wird es an der Stelle, an der ich für mich bemerkt habe, dass mir persönlich womöglich ein ganz anderes Denksystem über Geld mit neuen, bewusst kreierten Glaubenssätzen gut tun würde, anstatt das mir Mitgegebene einfach so zu übernehmen.

Ich konnte beobachten, wie ich auch zum Sparen neigte. Und Sparen ist auch wieder weder gut noch schlecht. Es kommt halt drauf an, mit welchem Hintergrund man es tut: Aus einer bewussten Entscheidung heraus oder weil man denkt “das gehört sich so”, wie das bei mir der Fall war.

Jedenfalls konnte ich auch beobachten, dass meine Sparaktivitäten darauf beruhten, dass ich Geld festhalten wollte. Ich hatte Angst, es könnte eines Tages oder Monats zu wenig werden, darum ist es besser, ich hebe das wertvolle Geld auf. Für später oder für dann, wenn’s brennt. Gebrannt hat es zum Glück nie, und doch: ich war in der Annahme, dass das Festhalten besser sei, als das Loslassen.

Dann gab es zwei Schlüsselmomente, die mir die Augen geöffnet haben: bei dem einen spielt die Mama meines damaligen Freundes eine wichtige Rolle, bei dem anderen ein Holzwindspiel (das sind die Dinger, die man sich in’s Fenster oder auf den Balkon hängt und die Klänge durch die Windbewegung machen).

Schlüsselmoment 1 ist knapp erzählt: die Mutter meines damaligen Freundes sagte mir mal, dass sie “kein Problem damit hätte, Geld auszugeben”. Das hat mich nachdenklich gemacht und ich hab bemerkt, dass ich sehr wohl ein – Problem wäre übertrieben -, dass es mir schwer fällt, Geld loszulassen und das vor allem – sehr wichtig! – mit guten Gefühlen dabei, ohne zu denken, gerade einen Fehler begangen zu haben, weil ich könnte es ja schließlich später nochmal brauchen. Jedenfalls war das einer der Momente, in denen mir langsam mein durch Erziehung übergestülptes Geld-Glaubenssystem bewusst wurde. Und ich hab gemerkt, dass ich da was dran drehen will.

Schlüsselmoment 2 war dann ein paar Jahre (4?) später und ich in meiner Geld-Reflektion schon weiter voran geschritten. Ich hatte mir in einem Klimbimladen im Prenzlauer Berg besagtes Holzwindspiel gekauft. Es hat mich etwas Überwindung gekostet, für so etwas knappe 25 Euro auszugeben, aber ich wollte es einfach haben. An der Überwindung, die mich der Kauf gekostet hat, kann man ablesen, dass ich immer noch eher im Festhaltemodus war, mit Tendenz zum immer leichteren Loslassen.

Ich nahm das Holzwindspiel mit nach Hause und hängte es in meine Balkontür. Und jetzt kam der eigentliche Schlüsselmoment: Als der Wind das Windspiel bewegt, entsteht dieser Klang. Und ich sitze an meinem Schreibtisch, höre ihn und denke: Wow, das klingt schön! Und es tut irgendwie gut, diesen Klang zu hören. Man, bin ich froh, dass ich es mir gekauft habe! Hätte ich das Geld nicht ausgegeben, könnte ich jetzt nicht diesen Klang hören.”

In dem Moment wurde mir bewusst, dass wenn ich Geld loslasse, dann im Tausch andere tolle Dinge bekomme, die mir Sachen bieten, die mir das Geld an sich – als schlichtes Papier – niemals wird bieten können. Geld kann im Wind nicht die Geräusche eines Holzwindspiels machen. Ich hatte aus Geld Freude gemacht. Klick.



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Geld will fließen

Und mit dem Klick kam die neue bewusste Erfahrung, was es bedeutet, wenn ich Geld fließen lasse. “Geld ist Energie, die fließen will”, meinte der Vater einer Freundin. In diesem Moment hatte ich verstanden, was er damit meinte.

Aus einer Familie kommend, die das Festhalten am Geld für gut heißt, war das für mich eine ganz neue Perspektive. Am Anfang stand die Erkenntnis und die Freude darüber, darauf folgte, dass ich bewusst immer mehr in diese Richtung gehandelt habe. Ich habe mir vorgenommen, Geld los und damit fließen zu lassen. Das hat manchmal zu Verunsicherungen geführt > “Was, wenn es dann an einer anderen Stelle nicht reicht?!” und letztlich zu der Erfahrung, dass es immer reicht und dass das Geld ausgeben, neues Geld nach sich zieht, wie ein Kreislauf. Ich mache mir das bewusst, indem ich mir sage “Geld fließt zurück”, wenn ich Geld am Automaten hole. Und ich bekomme Recht: jeden Monatsende trudelt Geld auf meinem Konto ein und fließt auch immer häufiger aus Quellen zu mir, die ich gar nicht absehen konnte.

Geld ist einfach nicht zum Anhäufen gedacht.

Frauen und Geld

Das Thema Geld begegnet mir und Caro in unseren Coachings und Workshops auch immer wieder.

Wir plädieren für Selbstführung und die setzt wiederum voraus, dass wir uns selbst und, wenn es um Geld geht, eben auch unsere Finanzen gut kennen. Kassensturz machen und Überblick verschaffen, lautet dann die Übung. Und sich die Frage stellen: Bin ich eine Geld-Festhalterin oder eine Geld-Maßlosausgeberin. Denn je nachdem, könnten andere Strategien den eigenen Umgang mit Geld verbessern. Neigst Du so wie ich früher zum Festhalten, dann könnte Entspannung in Sachen Geld ein Weg sein. Neigst Du eher zum ziellosen Ausgeben, verknüpft mit einer Abwertung von Geld, könnte bewusstes Festhalten zu verbesserten Finanzen führen.

Und: Sparen muss nicht zwangsläufig für jedeN das gelbe vom Ei sein. Für mich ist es die Komfortzone, das kann ich. Die Lernzone war ein neuer, entspannterer Umgang mit Geld.

Wie ist das bei dir? Neigst Du zum Ausgeben oder Sparen?

Weißt Du, was dein Leben kostet? Wieviel Führung übernimmst Du in Sachen Geld für dich?





Meine eigenen Geld-Regeln

Ich habe mir über die letzten Jahre hinweg erlaubt, meine eigenen Geld-Regeln aufzustellen und mein althergebrachtes, familiäres Geld-Denksystem durch ein neues getauscht.

Meine neuen Regeln lauten:

Ich investiere in mich. Geld ist am besten angelegt in Reisen und Weiterbildung. Ich gönne mir ein gesundes finanzielles Polster für ruhigen Schlaf. Ich sammle Beweise darüber, dass das Geld reicht. Ich führe mir vor Augen, dass ich nie Geldnot hatte. Ich erlaube mir, mein Geld mit Leichtigkeit fließen zu lassen. Ich kann mich drauf verlassen, dass ich sehr gut mit Geld umgehen kann. Ich verschaffe mir regelmäßig einen Überblick über meine Finanzen.

Geld und Du

Welches Geld-Denksystem hast Du von deiner Familie mitbekommen?

Was denkst Du über Geld?

Um dir selbst auf die Schliche zu kommen und einen ersten Schritt in Richtung Selbstführung und damit Selbstverantwortung zu übernehmen, kannst Du die folgenden Sätze vervollständigen:

  • Geld ist…
  • Ich neige zum Loslassen oder Festhalten von Geld:
  • So geht es mir damit:
  • Wenn ich an meinen Kontostand denke, nehme ich folgendes in meinem Kopf und Körper wahr:
  • Meine Mutter denkt über Geld:
  • Mein Vater denkt über Geld:
  • So bewerte ich meine finanzielle Situation insgesamt:
  • Das will ich daran verändern:
  • Meine neuen Regeln in Bezug auf Geld lauten:

Beantworte die Fragen am besten schriftlich.


Wie ist deine Beziehung zu Geld?

Alles Liebe, Carolin und Steffi




Hej, wir sind Steffi und Caro. Unser Antrieb ist es, dich dazu zu inspirieren, deine persönliche Version eines mutigen, starken und echten Lebens zu gestalten, das dir und deinen eigenen Regeln entspricht.

Mit Soul Rebel Coaching schaffen wir ein Angebot, jenseits von Tschakka-Tschakka und Höher-Schneller-Weiter-Ansprüchen: Professionelles Coaching, Workshops mit Aha-Effekten, ein nachhaltiges Netzwerk und ehrliche Inspiration.



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