Eine neue Erlaubnis für Entscheidungen – Hier, bitte sehr!

Eine neue Erlaubnis für Entscheidungen – Hier, bitte sehr!

Nicht mehr so lange mit dir selbst hadern müssen, sondern schneller und leichter (wahlweise auch gern beides), Entscheidungen treffen, mit denen Du dich wohl fühlst. Wenn Du dir das auch wünscht, dann sage ich herzlichen willkommen! Bessere Entscheidungen treffen zu können, das wünschen sich viele der Frauen, mit denen wir zusammen arbeiten. Ein Patentrezept konnten wir noch nicht entwickeln. Wir arbeiten dran 😉 Doch hej, was genau eine gute Entscheidung ist, ist so individuell wie Du. Gerade deshalb glaube ich, Carolin, sollten wir uns selbst eine neue Entscheidungserlaubnis geben. Und die folgt nun.

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Wir dürfen entscheidungsmüde sein

Es gibt einen Fachausdruck, wenn Du das Gefühl hast, Entscheidungen nicht (mehr) treffen zu können. Als Entscheidungsmüdigkeit wird dies bezeichnet. Im Laufe des Tages bist Du bewusst oder unbewusst gefordert eine große Zahl an Entscheidungen zu treffen. Aufstehen oder liegenbleiben? Stulle oder Müsli? Rock oder Hose? Bahn oder Fahrrad? Und so weiter.

Da bist Du gerade mal aus dem Haus, hast schon eine Vielzahl an Entscheidungen hinter und noch einen frischen Tag vor dir. Je mehr Entscheidungssituationen dann im weiteren Tagesverlauf auf dich zukommen, desto schwieriger wird es diese zu fällen. Der Entscheidungsmuskel erschlafft. Die Wahrscheinlichkeit steigt, halbherzige Entscheidungen zu treffen oder sie von anderen treffen zu lassen. Das macht auf Dauer unzufrieden, weil die Entscheidungen nicht mehr mit dir im Einklang sind.

Deshalb sind im Übrigen auch Routinen so sinnvoll. Einmal eine unterstützende und passende Routine gefunden, spart sie uns Energie, weil sie regelmäßige Entscheidungen abdeckt und uns damit neuen Platz für andere – unregelmäßige – Entscheidungen lässt.

Die gute Nachricht aber hier ist: Nun weißt Du, dass es ganz normal und natürlich ist, dass dir nach einer Vielzahl von Entscheidungen, weitere Entscheidungen schwerer fallen. Dass uns Entscheidungen zu bestimmten Zeitpunkten (z.B. abends) schwerer fallen als zu anderen (z.B. morgens)  liegt also an der Entscheidungsmüdigkeit. Merkst Du, dass Du eine wichtige Entscheidung nicht mehr treffen kannst oder willst, einfach weil dein Kopf brummt, dann darfst Du also auch einfach mal entscheidungsmüde sein und die Entscheidung an einem neuen, frischen Tag fällen.

Wir dürfen Angst vor Entscheidungen haben

Jetzt fällt es dir aber vielleicht auch aus anderen Gründen schwer, dich zu entscheiden. Oft begegnet mir die Aussage: Ich habe Angst vor Entscheidungen.

Und weißt Du was, das ist auch total in Ordnung. Du darfst Angst vor Entscheidungen haben.

Denn wie bei so vielen Dingen, ist es auch hier so. Angst zu haben signalisiert dir, dass dir irgendwas im Zusammenhang mit der Entscheidung wichtig ist. Und gleichzeitig, braucht dich die Angst nicht abhalten, dennoch eine Entscheidung zu treffen.

Danielle LaPorte formulierte es letztens erst so treffend: „You can be deeply certain, and slightly doubtful. You can be scared and really, really ready.“

Erkenne an, dass da eine Angst ist und trau dich, sie so konkret wie möglich zu benennen, damit sie nicht diffus und düster über der gesamten Entscheidungssituation schwebt.

Was ist es also, was genau dir vor Entscheidungen Angst bereitet?

Wenn Du zum Beispiel Angst hast, mit deiner Entscheidung jemanden zu enttäuschen, dann ist dir vielleicht die Meinung und die Beziehung zu dieser Person sehr wichtig. Du könntest mit dieser Erkenntnis dann anders umgehen, nämlich vor deiner Entscheidung das Gespräch mit dieser Person suchen.

Oder wenn Du befürchtest, eine falsche Entscheidung zu treffen, dann kannst überlegen, was „falsch“ im Fall dieser ganz konkreten Entscheidung bedeutet.

Wir dürfen falsche Entscheidungen treffen

Lass’ uns bei den falschen Entscheidungen bleiben. So oft höre ich, dass meine Mitmenschen sich sehr schwer tun, weil sie einfach keine falsche Entscheidung treffen wollen.

Wenn Du weißt, was falsch bzgl. einer anstehenden Entscheidung bedeutet, dann kannst Du schon einmal ganz anders an die Situation rangehen.
Heißt falsch, dass Du damit nicht so schnell ans Ziel kommst, wie gewünscht?
Heißt falsch, dass Du mehr Geld investieren musst, als gedacht?
Heißt falsch, dass Du mehr Arbeit reinstecken musst oder mehr allein machen musst?
Heißt falsch, dass Du einen Auftrag oder eine Beförderung letztlich doch nicht bekommst?

Was falsch genau bedeutet, ist letztlich, und damit will ich dir nicht zu nahe treten, auch ein wenig egal. Denn wenn Du dir grundsätzlich die Erlaubnis gibst, falsche Entscheidungen treffen zu dürfen, dann ist deine eigene Gestaltungsrolle, mit der Du durchs Leben gehst, viel gestärkter. Damit meine ich nicht, sinnfrei Entscheidungen zu treffen, weil dir auf einmal alles egal sein soll. Nein, damit meine ich, dass wir alle in der Lage sind, auch mit als falsch empfundene Entscheidungen, umzugehen.

Selbstführung ist auch hier wieder das Stichwort. Mach’ dir bewusst: Du hast, auch nach einer für dich als falsch empfundenen Entscheidung, weiter Gestaltungsspielraum. Und manchmal erwächst aus genau solchen Situationen etwas ungeahnt kreatives, neues und (ich wage, es sich kaum zu schreiben) vielleicht sogar besseres.

Welche Entscheidungserlaubnis würdest Du dir gern geben?:

Carolin & Steffi

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Foto: www.unsplash.com/ rawpixel
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