Über den Mut, Du selbst zu sein

Über den Mut, Du selbst zu sein

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Blogartikel über Mut zu schreiben. Als erster Gedanke kam mir, Steffi, sowas in die Richtung “7 Tipps, wie Du mutiger wirst” in den Kopf. An sich mag ich solche Artikel, aber mal ehrlich: wer sagt, dass Du mutiger werden musst oder überhaupt willst?! Warum vorschnell Richtung Veränderung stolpern, wenn man auch erstmal das anerkennen kann, was schon da ist. Nämlich Du selbst. Mit all deinem mutig sein und nicht mutig sein. Genauso, wie ich, mit all meinem mutig sein und nicht mutig sein.

Ich glaube, der Ausgangspunkt für wirklichen Mut in allen Lebenslagen ist es, den Mut aufzubringen, voll und ganz man selbst zu sein. Zu sich und seinen Eigenarten zu stehen, egal, ob sie nun mutig sind oder nicht, ob sie selbstbewusst sind oder nicht etc.

Oder wie siehst Du das?[/vc_column_text]

Den Mut aufbringen, hinzusehen: Wer bin ich? Wie ticke ich?

Den Mut aufzubringen, man selbst zu sein, setzt voraus, dass Du dich selbst gut kennst. Wie kann ich etwas sein, was ich nicht kenne? Das ist schwierig. Vielleicht ist es deshalb leichter, anderen zu folgen, weil man sich dann nicht mit sich selbst auseinander setzen muss?

Wie auch immer: Wie gut kennst Du dich?

Was zeichnet dich aus, welche Fähigkeiten, Stärken, Schwächen, welche wiederkehrenden Muster in deinem Leben geben den Ton an, auch wenn Du ihn vielleicht nicht magst, welche Meinungen über dich selbst halten dich in der Komfortzone und davon ab, Neues zu wagen, welche Meinungen über dich selbst beflügeln dich und geben dir Kraft? Welche Meinungen über Menschen im Allgemeinen und bestimmte Menschen in deinem Leben sorgen für erfüllte Beziehungen, welche halten dich auf Abstand zu anderen?

Das sind nur ein paar (große) Fragen, die dich dir selbst näher bringen können.

Ja zu sich selbst sagen: Ich bin voll gut!

Und dann ginge es darum, all das anzuerkennen, als das, was gerade ist. Du bist toll, wie Du bist. Sich genau das zu erlauben: So, wie ich jetzt gerade bin, bin ich voll gut.

Da gibt’s nichts dran zu werkeln oder zu schrauben. Das ist schon alles richtig so, das hat seinen Sinn und Zweck, auch wenn Du dich in mancher Hinsicht vielleicht selbst anstrengend findest. Auch das ist ok.

Was an dir selbst lehnst Du ab oder würdest es am liebsten von jetzt auf gleich ändern, abschalten, weg machen? Genau das sind die Punkte, die am meisten deine Aufmerksamkeit und Liebe brauchen. Oft kommen uns die eigenen, abgelehnten Seiten in Form von anderen Menschen gespiegelt in unser Leben. Kennst Du das, wenn dir ständig Menschen begegnen, die sich auf die gleiche, aus deiner Perspektive doofe Art verhalten? Vermutlich spiegeln sie dir eine deiner für dich noch nicht sichtbaren Facetten, die gesehen und angenommen werden will.

Wer in deinem Umfeld spiegelt dir was? Und was hat das mit dir zu tun?

Warum es mutig ist, "ja" zu sich selbst zu sagen

Indem Du “ja” zu dir selbst sagst, gibt es plötzlich keine Ausreden mehr. Dann entscheidest Du dich, die Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Dann ist niemand mehr schuld oder doof, dann bist Du darüber bewusst, dass es an dir liegt, was Du aus der jeweiligen Situation machst, weil Du weißt, dass Du sie beeinflussen kannst. Du bist dir darüber im Klaren, dass Du Macht hast und die Dinge so führen und leiten kannst, dass Du draus lernst und daran wächst, anstatt in der Opferrolle zu versacken.

Und genau diese Selbstverantwortung und das loslassen der Mitmenschen aus der Täterrolle ist in meinen Augen mutig, weil es erfordert, dass man erstmal bei sich selbst hin sieht, anstatt andere für etwas zu verurteilen.

Mut entsteht, wenn die Sehnsucht größer als die Angst wird. 

Wonach sehnst Du dich? Welche deiner Seiten und Facetten würdest Du gerne zeigen, wenn da nicht diese Scham wäre? Was dürften andere von dir erfahren, wenn Du keine Angst hättest, abgelehnt zu werden?

Leb' dich ganz und nicht nur so halb

Den Mut aufzubringen, man selbst zu sein, bedeutet auch, sich von vermeintlichen Erwartungen anderer, zu lösen. Kennst Du das, wenn Du dich so verhältst, wie Du glaubst, dass andere es wollen? Aber wollen diese Menschen das wirklich oder projizierst Du da vielleicht etwas auf sie? Was würde passieren, wenn Du nachfragst?

Ich kenne den Anspruch es richtig machen und niemandem auf den Schlips treten zu wollen aus eigener Erfahrung. Bloß nicht anecken. Die Wahrheit ist, dass das ein ziemliches Gefängnis ist 😀 Und es ist befreiend, mehr und mehr das in Frage zu stellen, von dem ich glaubte, das es irgendeiner Erwartung entsprechend sein müsste. Am Ende zählt, was ich selbst über mich denke und vor allem, wie ich mich fühle.

Jetzt stell’ ich meine eigenen Regeln auf.

Ein Auszug:

Regel #1: Fühle ich mich in diesem Kleid wohl, dann sehe ich darin gut aus. Basta.

Regel #2: Habe ich Lust, zu schweigen, auch wenn jemand gern hätte, dass ich mehr erzähle, dann schweige ich.

Regel #3: Aus jeder Situation kann ich lernen, auch wenn sie sich im Moment nicht schön anfühlt.

Regel #4: Mein Wert ist indiskutabel. Als Coach und vor allem (ja, es klingt banal, aber da muss man emotional erstmal hinkommen) als Mensch.

Regel #5: Es gibt kein richtig und kein falsch. Es gibt unendlich viele Perspektiven und Meinungen.

Regel #6: Ich darf feige sein, gemein und blöd. Ich darf alles sein.

Regel #7: Alle dürfen alles sein.

Regel #8: Ich darf mich selbst gut finden.

Was sind deine Regeln? Woran würdest Du merken, dass Du mehr Du selbst bist?

Carolin und Steffi

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:

Bereit für mehr Selbstbewusstsein und Souveränität?
Dann bist Du im Soul Rebel Circle | Women Edition richtig.
Los geht's am 13. September in Berlin

Was macht die Katze da?

Ich hatte Lust drauf.

Foto: pexels.com

[/vc_column][/vc_row]

Teilen macht Freude
Facebook
Facebook
Instagram
PINTEREST
PINTEREST

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.