Wenn die Luft brennt. Strategien, die dir im Umgang mit Konflikten helfen

Es gibt Momente, da möchte man sich am liebsten verkrümeln. Den Kopf in den Sand stecken. Weg sein. Solche Momente sind oft dann der Fall, wenn die Luft brennt und sich ein Konflikt breit macht.

 

Nicht immer muss das Ganze laut sein, mit Geschrei und Getöse. Manchmal spürt man schlicht eine diffuse Spannung, hat ein komisches Gefühl und merkt sprichwörtlich, dass hier was in der Luft liegt. Kennst Du das?

 

Und genau in solchen Momenten - so haben wir die Erfahrung gemacht - geht es darum, den Kopf hinzuhalten, anstatt ihn in den Sand zu stecken. Sich anbahnende und offene Konflikte können unangenehmen sein, keine Frage. Aber sie bieten uns auch die wunderbare Erfahrung, zu wachsen.

Konflikte selbstbewusst lösen. Soul Rebel Coaching in Berlin

Für den Fall, dass Du gerade denkst "Bitte was sollen Konflikte mit Wachstum zu tun haben? Die sind einfach nur unangenehm!" sind wir direkt mitten bei einem wesentlichen Faktor gelandet, der dein Konfliktverhalten beeinflusst: Es ist deine Haltung zu Konflikten. Das, was Du über sie denkst. Und zwar, was Du wirklich über sie denkst.



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WAS DU ÜBER KONFLIKTE DENKST, HAT AUSWIRKUNGEN WIE DU MIT IHNEN UMGEHST

Was denkst Du über Konflikte? Welche Assoziationen kommen dir in den Kopf? Nimm' dir 2 Minuten und vervollständige die folgenden Sätze aus dem Bauch heraus:

  • Konflikte sind....
  • Ich mag Konflikte nicht, weil...
  • Wenn ich in einem Konflikt bin, würde ich am liebsten....

Wie sind deine Antworten ausgefallen? Stehst Du Konflikten kritisch gegenüber, hast Du Angst, sie könnten deine Beziehungen gefährden und dich alleine dastehen lassen? Denkst Du, dass Konflikte belastend sind? Oder ist deine Meinung eher positiv und Du siehst Konflikte eher als Möglichkeit an, mehr über dein Gegenüber und dich selbst zu lernen? Je nachdem, welche Tendenz Du aktuell hast, hat das unterschiedliche Folgen, wie Du mit Konflikten umgehst. Kannst Du dir vorstellen, was eine negative Meinung über Konflikte bewirkt?

KONFLIKTE ZU VERMEIDEN, KANN DIR SCHADEN

Eine negative Meinung über Konflikte zu haben, kann Folgen haben:

  • Du vermeidest Konflikte, weil Du Angst vor ihnen hast. Den Ärger darüber spürst Du aber trotzdem und frisst ihn in dich hinein. Gute Miene zum bösen Spiel könnte man auch sagen
  • Der Lösungsprozess findet erst gar nicht statt oder wird verzögert, weil der Konflikt vor sich in schmort, anstatt konstruktiv angegangen zu werden
  • Du gehst bereits bei kleinen Zeichen von Konfrontation in eine Verteidigungshaltung und fühlst dich als Opfer der Situation
  • Du nimmst die Dinge persönlich, mit denen dich dein Gegenüber konfrontiert
  • Du fühlst dich angegriffen
  • Du hältst Emotionen und Gedanken zurück und belastest dich damit, anstatt sie mit den beteiligten Personen zu teilen. Das kann auch körperliche Folgen haben (Beklemmungsgefühle, Kopfschmerzen, Verspannungen)

Fallen dir weitere Folgen ein? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

WAS IST DIE LÖSUNG?

Grundsätzlich geht es darum, deine Haltung zu Konflikten kritisch zu überprüfen. Für den Fall, dass sie sehr negativ ausfällt, kannst Du dich fragen: Stimmt das wirklich, was ich über Konflikte denke? Habe ich bereits eine andere, positivere Erfahrung mit Konflikten gemacht? Welche war das und was kann ich daraus rückschließen?

 

Als Duo haben wir immer wieder mit Konflikten zu tun. Es gibt so vieles zu klären, abzustimmen und zu besprechen, dass es - wie wir lernen durften - schlicht zum normalen Arbeitsalltag gehört, dass wir auch mal aneinander geraten. Schließlich sind wir zwei Menschen mit zwei Köpfen, zwei Meinungen (und manchmal mehr ;)), zwei unterschiedlichen Lebensmustern etc. Es prallen halt einfach zwei Welten aufeinander.

 

Diese Erfahrung hat unsere Haltung zu Konflikten richtungsweisend und nachhaltig verändert.

Konflikte machen uns nicht länger Angst und wir sind im Umgang damit sogar richtig souverän geworden. Denn die Erfahrung der gemeinsamen Arbeit hat uns folgendes gelehrt:

Konflikte sind Teil einer jeden Beziehung. Sie gehören dazu, sie sind eingebaut

Diese Natürlichkeit von Konflikten anzuerkennen und zu erleben, hat dem Konflikt an sich sehr viel Wind aus den Segeln genommen. Wir können gelassener damit umgehen, fürchten ihn nicht mehr.

 

Was kannst Du nun tun: Überlege dir, welche neue Haltung Du Konflikten gegenüber einnehmen willst. Das muss jetzt nicht bedeuten, dass Du von heute an denkst, dass Konflikte super toll sind und Du sie liebst. Es geht eher in die Richtung: "Konflikte sind Lernfelder, in denen ich mich ausprobieren darf." oder "Konflikte bieten mir die Möglichkeit, mich weiter zu entwickeln."

 

Wie fühlt sich das an? Deine neue, mildere Haltung gegenüber Konflikten ermöglicht es dir, in Zukunft anders mit ihnen umzugehen. Sie ist wie ein Türöffner zu einer neuen Erfahrung, die Du machen kannst.

STRATEGIEN, DIE HELFEN

Folgende Strategien haben sich für uns bewährt; sowohl zur Konflikt-Prävention, als auch zum Austragen:

  • Konflikte unmittelbar ansprechen. Überwinde dich und geh' auf dein Gegenüber zu. Nimm' die Verantwortung für den Konflikt in die Hand, anstatt ihn wegzudrücken. Das kann mehrere Anläufe brauchen, aber wenn dir die Person wirklich wichtig ist, ist es umso nötiger, um die Beziehung nicht zu belasten. Denn das Ansprechen wandelt die Beklemmung in Erleichterung
  • Triff' mit deine KollegInnen/PartnerInnen eine Vereinbarung: wir sprechen Konflikte innerhalb von 24 Stunden an
  • Nehmt euch ausreichend Zeit für die Klärung und macht sie nicht zwischen Tür und Angel
  • bleibt laufend im Austausch und plant Check-Ins in eure Beziehung/Zusammenarbeit ein: Tauscht euch dabei offen darüber aus, wie es euch heute geht. So wisst ihr, was die jeweils andere gerade beschäftigt und ihr könnt besser Rücksicht aufeinander nehmen
  • Sprecht auch über eure Ängste und Befürchtungen, die ihr in Bezug auf das Konfliktthema habt. Das sind oft die Steine in den Schuhen, die überhaupt erst zu einem Konflikt führen
  • Sprecht darüber, was ihr voneinander braucht: mehr Verbindlichkeit, mehr Raum für Austausch, mehr Offenheit....?
  • Bleibt anwesend, auch wenn der Impuls zum Wegrennen da ist. Das Wegrennen verletzt das Vertrauensverhältnis
  • Lasst aus einem Konflikt keinen Streit werden: bleibt sachlich, sprecht über eure Gefühle, ohne euch darin zu verlieren, sprecht aus der Ich-Perspektive, anstatt Vorwürfe zu machen

Letzendlich sind wir davon überzeugt:

Konflikte haben das Potenzial, eine Beziehung zu stärken, wenn sie richtig gelöst werden.

Diese Haltung - Konflikte stärken eine Beziehung sogar! - zu entwickeln, hat zwei Jahre gedauert. Du siehst also, es braucht seine Zeit ;) Und es ist nötig, sich dafür immer wieder dem Konflikt zu stellen, sich selbst zu reflektieren und den Willen zur Beziehung zu haben. Denn am Ende halten wir den Kopf doch nur für das hin, was uns wirklich etwas bedeutet. Oder?

 

Wer ist dir wichtig genug, dass Du mit ihm/ihr in Konflikt gehst?

 

Wir freuen uns auf deine Meinung,deine Lösungsstrategien und was dich sonst so in Bezug auf Konflikte umtreibt in den Kommentaren.

 

Carolin & Steffi





Steffi und Carolin von Soul Rebel Coaching für Selbstbewusstsein in Berlin

Hej, wir sind Steffi und Caro. Mit Soul Rebel Coaching schaffen wir ein Angebot, jenseits von Tschakka-Tschakka und Höher-Schneller-Weiter-Ansprüchen: Professionelles Coaching, Workshops mit Aha-Effekten, ein nachhaltiges Netzwerk und ehrliche Inspiration.



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