Bei uns herrscht dicke Luft…

Konflikte lösen im Team mit Soul Rebel Coaching in Berlin

…manchmal.

Wenn zwei zusammen arbeiten, geht das nicht immer reibungslos über die Bühne. Auch in den besten Duos herrscht mal dicke Luft. Und das ist eine gute Sache, weil dicke Luft immer nach Klärung ruft und Klärung bringt wieder neuen Schwung in die Zusammenarbeit. Schwung wiederum ist in unseren Augen nötig, um immer wieder frisch an Projekte und Aufgaben heran zu gehen.

Heute teile ich, Steffi, mit dir unsere 3 Duo-Geheimnisse für einen förderlichen Umgang mit Konflikten. 

Aber bevor wir mit Nummer 1 starten, hier ein Beispiel-Konflikt, an dem sich das alles sehr schön aufdröseln lässt:

Diesen Konflikt hatten Caro und ich auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin. Wir waren dort 2017 das erste Mal und angesteckt von der tollen Stimmung, den Ideen der anderen Gründer*innen und den Workshops, die wir besucht hatten. Wir waren gut drauf, motiviert und inspiriert. Und wir hatten die Idee: “Lass’ uns Umsatzziele für 2018 stecken!”

Also haben wir uns eine ruhige Ecke gesucht und uns an die Planung gemacht. So weit, so gut. Der Haken an der Sache:

Caro wollte motivierend groß denken. Ich realistisch.

1. Alles eine Sache der Haltung

Wie Du mit Konflikten umgehst, hängt zu einem Großteil davon ab, wie Du Konflikte bewertest, also, wie Du über sie denkst, welche Haltung Du ihnen gegenüber hast.

Mögliche Haltungen zu Konflikten könnten lauten:

  • Konflikte zerstören Beziehungen.
  • Konflikte sind Angst einflößend und anstrengend.
  • Konflikte bedeuten Gefahr.
  • Konflikte sind zu vermeiden, weil unangenehm.
  • Wie lautet deine Haltung zu Konflikten?

All diese Haltungen beeinflussen dein Konfliktverhalten. Ist deine Haltung negativ, wirst Du Konflikte wahrscheinlich eher vermeiden oder dich von ihnen bedroht fühlen.

Welche Haltung kannst Du einnehmen, die dich unterstützt?

Wir haben als Duo gelernt, eine positive Haltung gegenüber Konflikten einzunehmen: Konflikte machen nichts kaputt zwischen uns, sie bieten uns die Chance, die jeweils andere noch ein Stück besser kennen zu lernen (> Bedürfnisse, Sorgen, Wünsche > folgt in Tipp Nummer 2). Die Konflikte, die auftauchen, ermöglichen es uns, gemeinsam in Aushandlungsprozesse zu gehen, die dann wiederum unserem gemeinsamen Unternehmen dienen.

Jedenfalls, zurück zum Entrepreneurship Summit: Caro wollte groß denken, ich realistisch.

Wir hätten aus dieser Sache einen riesen Streit machen können. Aber dazu kam es nicht, weil uns bewusst war, dass diese Situation das Potenzial hatte, dass wir uns noch besser kennen lernen. Die positive Haltung gegenüber Konflikten hat uns dabei unterstützt.





2. Halte nach den im Konflikt versteckten Sorgen, Befürchtungen und Wünschen Ausschau

Konflikte fallen nicht einfach so vom Himmel. Sie treten meist da auf, wo wir uns unverstanden fühlen – er/sie sieht meine Sorgen und Befürchtungen nicht – und für uns wichtige Bedürfnisse und Wünsche als bedroht oder unerfüllt ansehen.

Heißt, bezogen auf unser Beispiel: Caro und ich hatten sehr unterschiedliche Befürchtungen und auch Bedürfnisse, wenn es um das Thema Umsatzplanung geht. Das war uns aber im ersten Moment gar nicht klar. Zuerst stellten wir einfach fest, dass bei diesem Thema Reibung zwischen uns entsteht und wir uns nicht einigen können. Wir haben eine Zeit lang auf unserem jeweiligen Standpunkt beharrt und versucht ihn der anderen zu erklären. Und klar, wir haben uns verstanden – akustisch und kognitiv – aber es kam zu keinem echten Verständnis, zu keiner Entspannung der Situation. Wir haben weiter geredet, verstanden GEFÜHLT hat sich keine von uns beiden. Und auch das darf in guten Konflikten erstmal sein 😉

Wir hätten die Planung abblasen und beleidigt auseinander gehen können. Aber aus Erfahrung wissen wir, dass es um nicht gesehene Bedürfnisse geht und Sorgen und Befürchtungen. Und erst als wir auf diese Ebene gewechselt sind, kam allmählich Entspannung in die Sache und Verständnis.

Wir haben weiter gesprochen (> siehe Tipp 3 unten) und nicht locker gelassen: Was ist deine positive Absicht hinter den Zahlen? Was befürchtest Du? Was brauchst Du?

Ok, wir haben diese Fragen nicht so im Wortlaut gestellt 😉 aber unser Gespräch hat auf sie abgezielt. So kamen wir folgendem näher:

Caro hatte die Befürchtung, wir würden unseren Drive verlieren, wenn wir zu niedrige Zahlen ansetzen.

Ich hatte die Befürchtung, wir könnten uns von den großen Zahlen erdrückt fühlen und am Ende enttäuscht, wenn wir sie nicht erreichen.

Caro wollte uns mit den hohen Zahlen motivieren. Ich wollte uns mit den “realistischen” Zahlen schützen. Zwei Menschen, zwei positive Absichten, ein Konflikt – der Klassiker.

Erst als wir das raus hatten, stellte sich das Gefühl von echtem Verständnis ein. Erst dann war die Luft wieder frei, eine Lösung zu finden, mit der wir beide etwas anfangen können und uns gut fühlen.





3. Nehmt euch soviel Zeit, wie nötig, um den Konflikt zu klären

“Gehe nie im Zorn von deines Hauses Herd. So mancher ward nie zurück gekehrt.” Zugegeben, es klingt ein bisschen drastisch, aber an diesem Spruch meiner Großtante, der als Bild in ihrer Wohnung hing, ist was dran, denke ich.

Wir hätten auf dem Summit das Handtuch werfen und es dabei belassen können, dass wir halt unterschiedliche Vorstellungen über die Umsatzzahlen haben. Aber wir hatten uns stattdessen dafür entschieden, die Sache wirklich zu klären. Und das braucht seine Zeit. Auch das mussten wir in unserer Zusammenarbeit lernen. Wir nehmen uns die Zeit, die nötig ist, um den Konflikt zu lösen. Vielleicht ist auch mal ein Tag Abstand nötig, also dass man die Klärung vertagt, aber grundsätzlich haben wir uns darauf geeinigt, dass wir jeden Konflikt wirklich klären und uns die nötige Zeit dafür einräumen. Es kann sich über die Zeit ganz schön viel Schnodder zwischen Menschen ansammeln, wenn Konflikte nicht gründlich geklärt werden. Weil uns unsere Zusammenarbeit wichtig ist, gönnen wir uns genau das.

Welcher Konflikt in deinem Leben will noch (besser) geklärt werden?

Nicht abhauen, nicht schmollen, sondern so lange weiter reden und auf die versteckten Bedürfnisse und Wünsche und Befürchtungen achten, bis man spürt, dass die Luft wieder rein ist. Das alles ist ein Lernprozess, in dem wir auch immer noch drin stecken. Einer der zahlreichen Vorteile, Teil eines Duos zu sein 😉

Und wie ging die Geschichte letztendlich aus: Wir haben Mindestumsatzzahlen festgelegt, ohne Limit nach oben. So kamen wir beide auf unsere Kosten und haben uns von der jeweils anderen Ernst genommen gefühlt, in der positiven Absicht, genauso, wie in den Befürchtungen.

Es kann so einfach sein 😉

Und wir haben uns wieder miteinander verbunden statt getrennt gefühlt und einen Beweis dafür gesammelt, dass Konflikte das Potenzial haben, uns zusammen zu schweißen.


Wie geht's dir mit Konflikten? Lästig oder lustig?

Alles Liebe, Carolin und Steffi




Hej, wir sind Steffi und Caro. Unser Antrieb ist es, dich dazu zu inspirieren, deine persönliche Version eines mutigen, starken und echten Lebens zu gestalten, das dir und deinen eigenen Regeln entspricht.

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